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Sparda-Bank Hannover kürzt die Dividende

Niedrigzinsen Sparda-Bank Hannover kürzt die Dividende

Die Sparda-Bank Hannover kürzt erstmals seit den Siebzigerjahren die Dividende. Die Genossenschaftsmitglieder erhalten für das vergangene Jahr 4 Prozent Rendite auf ihre Anteile. Im Vorjahr hatte die Ausschüttung noch 6 Prozent betragen.

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Die Sparda-Bank Hannover hat 27 Geschäftsstellen in Niedersachsen, Westfalen und Bremen und beschäftigt 460 Mitarbeiter.

Quelle: Archiv

Hannover. Sparda-Vorstandschef Andreas Dill verwies zur Begründung auf die allgemeine Marktlage. Mit ihrer Dividende liege die Bank im Vergleich zu anderen Sparda-Banken immer noch an der Spitze, diese zahlten teilweise nur noch 2 Prozent. Zwar hat die Sparda-Bank Hannover im Jahr 2015 mit einem Betriebsergebnis von fast 31 Millionen Euro immer noch ordentlich Gewinn gemacht, aber im Vorjahr waren es noch mehr als 36 Millionen Euro. Die Bank stellt sich jedoch auf schwierigere Zeiten ein. „Wir fahren jetzt noch die Ernte der Vergangenheit ein, als das Zinsniveau deutlich höher war“, sagte Dill. In Zukunft werde sich wegen der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) der Zinsüberschuss, also die Hauptgewinnquelle, Jahr für Jahr vermindern.

Vor diesem Hintergrund wollte der Bankchef auch Negativzinsen für Kundeneinlagen „nicht definitiv ausschließen“, wenn die EZB ihre Einlagenzinsen noch stärker in den Minusbereich drückt. „Wir werden aber die Letzten sein, die dies tun“, sagte er. Die Bank sei jedenfalls gut gerüstet für die kommenden Herausforderungen. Da sie ihre Gewinne in den vergangenen Jahren zum großen Teil in die Reserven gepackt hat, liegt sie schon heute deutlich über den verschärften Kapitalquoten, die möglicherweise in ein paar Jahren gelten werden.

„Wir machen nicht jeden Preis mit“

2015 hat die Bank die Zahl ihrer Mitglieder um fast 1800 auf knapp 260 000 erhöht. Der Vorstand sieht hierin auch einen Erfolg der Anstrengungen, junge Menschen als Kunden zu gewinnen. Diesem Ziel dienen auch die Investitionen in die Digitalisierung des Geschäftes, die in den nächsten Jahren noch intensiviert werden sollen. „Wir wissen nur eines: Zurückgedreht hat sich noch nichts“, sagte Dill zur technischen Entwicklung im Bankgeschäft.

Dagegen hält sich die Bank in der Baufinanzierung neuerdings zurück. Vergangenes Jahr schrumpfte das Neugeschäft in diesem Bereich um mehr als 20 Prozent auf 330 Millionen Euro. Dill erklärte dies mit dem scharfen Konditionenwettbewerb. „Wir machen nicht jeden Preis mit“, sagte er. Die Bank nehme die dadurch verursachten Einbußen bewusst in Kauf.

Die Sparda-Bank Hannover hat 27 Geschäftsstellen in Niedersachsen, Westfalen und Bremen und beschäftigt 460 Mitarbeiter. Sie ist eine von zwölf Sparda-Banken in Deutschland, die im 19. Jahrhundert als Selbsthilfeeinrichtungen für Bahn-Beschäftigte gegründet wurden.

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