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Konto bei Sparkasse Hannover wird kostenpflichtig

7 Euro pro Monat Konto bei Sparkasse Hannover wird kostenpflichtig

Die Sparkasse Hannover dreht kräftig an der Preisschraube: Inhaber eines normalen Privat-Kontos müssen künftig eine Gebühr von 7 Euro im Monat zahlen. Nach einer Übergangszeit gilt das auch für Online-Konten. Zugleich werden die Kreditkarten erheblich teurer.

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Künftig berechnet Deutschlands sechstgrößte Sparkasse für ein normal genutztes privates Konto pauschal 7 Euro pro Monat

Quelle: dpa

Hannover. Vom 1. Juli an berechnet Deutschlands sechstgrößte Sparkasse für ein privates Girokonto pauschal 7 Euro pro Monat. Damit sind alle Buchungen abgegolten. Für Neukunden gilt dies schon ab dem 1. Mai. „Wir glauben, dass dies ein angemessener und fairer Preis ist“, sagte Vorstandsmitglied Jens Bratherig.

Alternativ gibt es ein Angebot mit der halben Grundgebühr sowie 35 Cent für jede einzelne Buchung. Das lohnt sich also nur für die wenigen Kunden, die weniger als zehn Buchungen im Monat haben. Für eine Übergangszeit von drei Jahren gilt die 3,50 Euro Monatspauschale auch für alle Online-Konten.
Zugleich werden die Kreditkarten erheblich teurer. Hier klettert der Preis für die günstigste Variante von derzeit 20 Euro auf 42 Euro jährlich.

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Inhaber eines privaten Girokontos bei der Sparkasse Hannover müssen künftig eine Gebühr von 7 Euro im Monat zahlen. Finden Sie das fair?

Kundenschwund und niedriges Zinsniveau

Derzeit hat der Marktführer in Hannover knapp eine halbe Million private Girokonten, darunter fast 140 000 kostenlose Onlinekonten. Die Sparkasse hat als Folge der neuen Entgelte einen gewissen Kundenschwund einkalkuliert, sie rechnet mit einem Marktanteilsverlust von 2 bis 3 Prozentpunkten.

Die durch die neue Gebühr erwarteten Mehreinnahmen machten den in den nächsten Jahren erwarteten Ertragsrückgang bei Weitem nicht wett, hieß es. Sparkassenchef Heinrich Jagau verwies auf das Hauptproblem: „Was uns anhaltend drückt, ist das niedrige Zinsniveau.“ In den nächsten Jahren dürfte dadurch der Zinsüberschuss – und damit die mit Abstand die wichtigste Einnahmequelle – um 20 bis 25 Prozent abnehmen.

Endet die Ära des kostenlosen Giro-Kontos?

Schon im vergangenen Sommer hatte Niedersachsens Sparkassen-Präsident Thomas Mang Preiserhöhungen angekündigt. Dies gilt aber keineswegs nur für die Sparkassen. Erst vor wenigen Tagen hatte Postbank-Chef Frank Strauß deutlich gemacht, dass die Ära des kostenlosen Kontos zu Ende gehe. Auch bei der Hannoverschen Volksbank sind offenbar Preiserhöhungen geplant. „Wir schauen uns das kostenlose Online-Konto an“, sagte ein Sprecher, Entscheidungen seien aber noch nicht getroffen. Dagegen will die Sparda-Bank Hannover nach eigenen Angaben am kostenlosen Girokonto festhalten. Allerdings hatte sie zum Jahresanfang ein Jahresentgelt von 12 Euro für die Bankkarte eingeführt. 

Derzeit laufen die Geschäfte bei der Sparkasse Hannover trotz der Niedrigzinsen und der hohen Regulierungskosten aber noch gut. 2015 erwirtschaftete sie ein Betriebsergebnis vor Risikovorsorge von 110 Millionen Euro. Trotz des Minus von 6 Prozent zum Vorjahr ist der Vorstand damit zufrieden. Prächtig entwickelte sich vor allem das Kreditgeschäft, was auf die hohe Nachfrage nach Baugeld und gewerblichen Darlehen zurückzuführen ist.

150 Mitarbeiter weniger

Unterdessen setzt sich der Jobabbau fort. Vergangenes Jahr sank die Mitarbeiterzahl um gut 150 auf 2100 – und ein Ende des Abwärtstrends ist nicht in Sicht. „Wir müssen schlanker werden“, sagte Jagau mit Blick auf die nach seiner Einschätzung noch lange dauernde Niedrigzinspolitik der EZB. Entlassungen sind aber bis 2019 ausgeschlossen, der Personalabbau stützt sich auf Aufhebungsverträge oder Vorruhestand.
Die Region Hannover als Träger der Sparkasse kann für das abgelaufene Jahr wieder mit einer Ausschüttung von 5,6 Millionen Euro rechnen.

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