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Investor will Nordseewerke zum Teil erhalten

Nach Insolvenzantrag Investor will Nordseewerke zum Teil erhalten

Nach dem jüngsten Insolvenzantrag zeichnet sich für die Beschäftigten der Emder Nordseewerke ein Ende des bangen Hoffens ab. Geplant ist eine Rückkehr in den Schiffbau. Die Hamburger Beteiligungsgesellschaft Seafort Advisors will aber nur einen Teil der 180 Beschäftigten übernehmen – das sorgt für Unmut.

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In der Krise: Die Emder Nordseewerke.

Quelle: dpa

Hannover. Für die kriselnden Emder Nordseewerke zeichnet sich eine Rückkehr in den Schiffbau ab. Für den traditionsreichen ostfriesischen Standort dürfte damit zunächst das Aus abgewendet sein. Die Stimmung in der Belegschaft ist dennoch gedrückt. "Ähnliche Versprechen haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder gehört", sagte Betriebsrat Heinz-Günter Schäfer am Dienstag vor einer Betriebsversammlung, auf der das Verhandlungsergebnis vorgestellt werden sollte. Die im Jahr 1903 gegründeten Nordseewerke aus dem ostfriesischen Emden hatten Ende Mai Insolvenzantrag gestellt, das Amtsgericht Aurich hatte daraufhin einen vorläufigen externen Insolvenzverwalter eingesetzt.

Nachfrage sei vorhanden

Am Montag lief das schon um einen Monat verlängerte Insolvenzverfahren ab. Zuletzt war die einstige Traditionswerft im Bereich der Offshore-Zulieferungen aktiv. "Die neue Gesellschaft soll im Stahl- und Schiffbau aktiv sein", sagte Seafort-Gründer und Geschäftsführer der Gesellschaft, Patrick Hennings Huep, der Deutschen Presse-Agentur. In Emden sollten künftig auch wieder Schiffsegmente hergestellt werden. "Das ist in der Tat eine Rückbesinnung auf alte Traditionen", erklärte Hennings Huep. "Die Nachfrage dafür ist da - für einen Dienstleister mit guten Leuten gibt es europaweit Bedarf."

Seafort gehören schon die auf dem Nordseewerke-Gelände angesiedelten Emder Werft und Dockbetriebe, die es von ThyssenKrupp übernommen hatte. Sie sollen als Schwesterbetrieb eigenständig fortgeführt werden, erklärte Hennings Huep. Der Beginn der Betriebsversammlung in Emden, an der Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) teilnehmen wollte, verzögerte sich am Nachmittag, da bis zuletzt an Details gefeilt wurde. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Dirk Toepffer, kritisierte die gefundene Lösung, sie bringe keine echte Perspektive für die Beschäftigten. "Wie bekannt wurde, will der neue Investor lediglich den Namen der Nordseewerke und einen kleinen Teil der Belegschaft - allerdings nur für eine befristete Beschäftigung - übernehmen", sagte Toepffer.

Transfergesellschaft soll Teil der Mitarbeiter beschäftigen

Lies hätte von Beginn an für klare Verhältnisse sorgen müssen. Dagegen betonte SPD-Wirtschaftspolitiker Gerd Will: "Die ersten Beschäftigten aus der Belegschaft werden übernommen, weitere wechseln erst in eine Transfergesellschaft, aber mit der Perspektive, eines Tages wieder Mitarbeiter der Nordseewerke sein zu können." Aus dem Schiffbaustandort Emden hatte sich der frühere Eigentümer ThyssenKrupp 2010 weitgehend zurückgezogen, als er die Nordseewerke an den inzwischen insolventen Offshore-Zulieferer Siag verkaufte.

dpa

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Nach dem jüngsten Insolvenzantrag können die Beschäftigten der Emder Nordseewerke aufatmen - allerdings nur ein Teil. Denn der neue Investor Seaford Advisors will nur 50 Mitarbeiter direkt übernehmen. Weitere 15 Beschäftigte sollen zur Seaford-Tochter Emder Werft und Dock (EWD) wechseln.

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