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Niedersachsen Start-up-Zentrum braucht frisches Kapital
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Start-up-Zentrum braucht frisches Kapital
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16:15 06.06.2017
Hält knapp 10 Prozent an der Villa: Nadine Schmitt, Co-Geschäftsführerin. Foto: Körner Quelle: (Alexander Körner)
Hannover

Die Einrichtung wurde erst 2016 gegründet - von einem Beteiligungsfonds der Wirtschaftsfördergesellschaft Hannoverimpuls, dem Hannover Innovation Fonds (HIF). Offenbar fehlt aber das langfristige Finanzkonzept.

Falls die Villa schließen müsste, wäre das peinlich für die Wirtschaftsförderer. Es würde außerdem die Pläne des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums konterkarieren. Dieses will vier Start-up-Zentren im Land aufbauen. Die Venture Villa dient als Vorbild und half bei der Konzeptentwicklung. Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) sagte im März: „Ich habe die Venture Villa besucht und gesehen, was dort möglich ist. Ähnliche Angebote brauchen wir auch im übrigen Land.“

Der HIF stellte der Venture Villa Startkapital zur Verfügung. Das Geld ist nun aber offenbar bald aufgebraucht: „Anfang des Jahres teilte der HIF mir mit, dass unser Startkapital dieses Jahr erschöpft sein wird, und wir einen Plan B brauchen“, sagte die Co-Geschäftsführerin der Venture Villa, Nadine Schmitt, der HAZ. Die Start-up-Expertin wurde vom HIF für die Venture Villa angeworben. Wie viel Geld noch übrig ist, kann Schmitt allerdings nicht sagen. Einblick in die Finanzsituation habe sie nicht. Sie hält 9,9 Prozent an der Venture Villa GmbH, den Rest hält der HIF.

Hannoverimpuls und der HIF wollten auf Anfrage nicht verraten, welche Summe aktuell für die Venture Villa übrig ist oder wie lange der Betrieb ohne frische Mittel weiterlaufen kann. Der Betrieb sei „zurzeit sichergestellt“, teilten die Wirtschaftsförderer lediglich mit.

Auch die genaue Summe des ursprünglichen Startkapitals nannten sie nicht. „Es handelt sich um eine Beteiligung über unsere Fonds in mittlerer sechsstelliger Höhe“, hieß es. Generell könne der Fonds Beteiligungen in Höhe von maximal 465 000 Euro eingehen. Eine Veröffentlichung konkreter Zahlen würde „aktuelle Gespräche erheblich stören“, sagte eine Hannoverimpuls-Sprecherin.

Zurzeit suchen Hannoverimpuls und der HIF nach Geldquellen für die Venture Villa: „Wir sind in diversen Gesprächen mit möglichen Investoren, um weitere private Mittel zu akquirieren. Auch bemühen wir uns um Fördermittel des Landes.“

Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) sagte: „Wir sind zuversichtlich, dass die Gespräche von Hannoverimpuls erfolgreich verlaufen und die Finanzierung der Venture Villa auch mittelfristig gesichert werden kann.“ Die Villa solle auch künftig eine wichtige Rolle in der Start-up-Szene spielen.

Die Villa dient als „Accelerator“: Sie berät Start-ups, stellt ihnen Räume zur Verfügung und vermittelt Kontakte zu Mentoren. Einnahmen haben Accelerator üblicherweise nicht. Die Venture Villa hat inklusive Nadine Schmitt drei Angestellte. Laut Schmitt liegen die Betriebskosten inklusive Gehältern und Miete pro Monat zwischen 20 000 und 25 000 Euro.

Von Christian Wölbert

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