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Streit bei VW ist wieder beigelegt

Zukunftspakt Streit bei VW ist wieder beigelegt

Sie hatten sich einen erbitterten Streit über den Zukunftspakt bei Volkswagen geliefert – nun gehen VW-Markenchef Herbert Diess und Betriebsratschef Bernd Osterloh demonstrativ wieder aufeinander zu. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ führte der Machtkampf sogar zu einem Eklat im VW-Aufsichtsrat.

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Streit beigelegt: VW-Vorstand Diess (l.) und Betriebsrat Osterloh.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Wolfsburg. „Wir hatten eher ein Gewitter als einen Platzregen, aber beides führt bekanntlich zu einer Verbesserung des Klimas“, sagte Betriebsratschef Osterloh in einem Doppelinterview, das am Freitag VW-intern veröffentlicht wurde.

„Auch aus meiner Sicht sind die Unstimmigkeiten ausgeräumt. Und sie haben die laufende Umsetzung des Zukunftspakts nicht behindert, sondern auch daran wurde weiter hart gearbeitet“, ergänzte Diess.

Der VW-Markenchef räumte Fehler in der Kommunikation ein, als er öffentlich die Frage aufgeworfen hatte, ob Gewerkschaftsmitglieder bei Volkswagen Karrierevorteile hätten. „Mir ist klar, dass auch ich mit meinen Äußerungen zu IG Metall und Betriebsrat manche Irritationen ausgelöst habe“, sagte Diess. Und fügte an: „Das bedauere ich.“ Zudem betonte er: „Die Mitbestimmung sehe ich als einen Grundpfeiler des Unternehmens.“

Boykott im Aufsichtsrat

Management und Betriebsrat des Volkswagen-Konzerns hatten über den tiefgreifenden Umbau des Unternehmens gestritten. Der Betriebsrat hatte Diess Wortbruch bei der Umsetzung des Zukunftspakts vorgeworfen - etwa was die Zahl der Leiharbeiter betrifft, die VW verlassen müssen.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ führte der Machtkampf sogar zu einem Eklat im VW-Aufsichtsrat: Gewerkschafter und Betriebsräte hätten am 3. Februar aus Protest gegen Diess eine Sitzung des Kontrollgremiums boykottiert, berichtete die Zeitschrift am Freitag. Zuvor hätten Osterloh und seine Kollegen gefordert, dass der Markenchef nicht an dem Treffen teilnehmen solle - dies habe VW-Chef Matthias Müller abgelehnt. Die Sitzung habe dann ohne Arbeitnehmervertreter stattgefunden, hieß es.

„Kein persönlicher Konflikt“

„Es war aber kein persönlicher, sondern ein grundlegender Konflikt zwischen dem Konzernbetriebsrat und dem Markenvorstand“, sagte nun Osterloh in dem Interview. „Die positive Seite ist: Allen Beteiligten geht es um Volkswagen.“ Auch Diess betonte den notwendigen „Schulterschluss“. Bei der Umgestaltung seien „Reibungspunkte“ normal.

Mit dem Zukunftspakt soll die Ertragskraft der Marke VW verbessert werden. Dabei ist der Abbau von bis zu 23.000 Arbeitsplätzen in Deutschland vorgesehen, etwa durch Altersteilzeit. Es liegen inzwischen mehr als 6000 Unterschriften für solche Verträge vor. Auf der anderen Seite sollen rund 9000 Jobs im Bereich von IT und Software entstehen.

Für viele Leiharbeiter wird es keine Weiterbeschäftigung mehr geben. „Wir erwarten aber, dass wir gemeinsam schauen, ob es auch für diese Kollegen Alternativen gibt“, sagte Osterloh. So werden Leiharbeiter aus Wolfsburg nun in Kassel und Hannover eingesetzt. Zur Beschäftigungssicherung soll in Wolfsburg ab 2018 auch ein Geländewagen der Marke Seat vom Band laufen.

Von Florian Heintz

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