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Stromnetzentgelte steigen in Hannover deutlich

Mehr als 15 Prozent Stromnetzentgelte steigen in Hannover deutlich

Auf die Stromverbraucher besonders in Norddeutschland kommen im nächsten Jahr höhere Kosten zu. Neben der EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien steigen auch die sogenannten Netzentgelte – um mehr als 15 Prozent.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Hannover. Nach Vergleichen der Internet-Portale Verivox und Check24 dürften sich die Gebühren für die Nutzung der Stromleitungen in Hannover und Braunschweig um mehr als 15 Prozent erhöhen.

Der wesentliche Grund dafür sind die hohen Belastungen durch die Einspeisung von Strom aus Windkraft- und Solaranlagen. Übertragungsnetzbetreiber wie Tennet, die für die Stromautobahnen zwischen der Küste und Bayern zuständig sind, sorgen dafür, dass Einspeisung und Verbrauch von Strom im Gleichgewicht bleiben und die Frequenz im Netz immer bei 50 Hertz liegt. Sie agieren in einem Wechselspiel aus Mangel und Überfluss: Strömt wenig Ökostrom ins Netz, müssen sie konventionelle Kraftwerke hochfahren lassen - drängt bei Sturm zu viel Windstrom in die Leitungen, müssen sie Schleusen in andere Netze öffnen, Gas- und Kohlemeiler herunterfahren oder Windparks abregeln.

All diese Maßnahmen kosten Geld - und diese Forderungen geben die Eigentümer der Stromautobahnen an die regionalen Netzbetreiber weiter, die sie wiederum an die Versorgungsunternehmen durchreichen. In diesem Jahr sind die Netzentgelte nach Angaben des Branchenverbandes BDEW bundesweit um knapp 5 Prozent gestiegen, Steuern, Abgaben und Umlagen um 4 Prozent. Dass der durchschnittliche Strompreis mit 28,73 Cent je Kilowatstunden stabil geblieben ist, liegt an den um 12 Prozent gesunkenen Beschaffungs- und Vertriebskosten.

Für den Ökostromanbieter Lichtblick sind die hohen Entgelte nicht allein durch den Netzausbau und die Energiewende zu erklären. „Die Stromleitungen sind der Goldesel für Konzerne und Stadtwerke“, sagte Geschäftsführer Gero Lücking. „Im Schatten der Energiewende drehen die Netzmonopolisten seit Jahren kräftig an der Preisschraube.“ Die Bundesnetzagentur hat als Aufsichtsbehörde kürzlich angekündigt, die Renditen der Betreiber von Strom- und Gasnetzen ab 2018 beziehungsweise 2019 zu senken.

Ob die steigenden Netzentgelte 2017 auch zu höheren Strompreisen führen, hängt von den Versorgern am Ort ab - Energiekonzerne und Stadtwerke profitieren von weiter gesunkenen Preisen an der Strombörse. Auch die Entgelte für das Gasnetze sinken - in Hannover nach Angaben der Vergleichsportale um 9 Prozent.

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Gas und Strom

Die Stadtwerke Hannover halten ihre Tarife für Strom und Gas bis auf weiteres stabil. Eine konkretere Zeitangabe lieferte das Versorgungsunternehmen auf Nachfrage nicht. Die vorliegenden Daten zur Ökostrom-Umlage und zu den Netzgebühren ließen lediglich vorläufige Preiskalkulationen zu, heißt es zur Begründung.

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