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Niedersachsen TUI setzt auf das Prinzip Hoffnung
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen TUI setzt auf das Prinzip Hoffnung
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00:25 17.08.2014
Von Jens Heitmann
„Wir wachsen in allen Geschäftsbereichen und erhöhen die Profitabilität“: TUI-Chef Friedrich Joussen sieht sein Unternehmen auf einem guten Weg. Quelle: dpa
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Hannover

Vor dem Hintergrund der guten Buchungslage für das traditionell starke Sommergeschäft sei man auch mit Blick auf das Gesamtjahr „sehr optimistisch gestimmt“, erklärte Vorstandschef Friedrich Joussen am Donnerstag bei der Vorlage der Zwischenbilanz in Hannover. Der Umsatz kletterte um 3 Prozent auf 4,83 Milliarden Euro.

Die Aussicht auf steigende Erträge könnte der TUI dabei helfen, die Aktionäre von TUI Travel von einem Zusammenschluss zu überzeugen – ohne dass man dafür tiefer in die Tasche greifen muss. In dem Londoner Unternehmen hat der Konzern sein Veranstaltergeschäft gebündelt, das mehr als 95 Prozent des Umsatzes ausmacht. Die hannoversche TUI hält bisher eine knappe Mehrheit an den Briten und will sie bald komplett übernehmen. Der Zusammenschluss soll ausschließlich über die Ausgabe von Aktien der TUI AG an die heutigen Minderheitsaktionäre von TUI Travel über die Bühne gehen – eine zusätzliche Prämie ist nicht vorgesehen.

TUI-Chef Joussen setzt deshalb auf das Prinzip Hoffnung: „Wir wachsen in allen Geschäftsbereichen und erhöhen die Profitabilität – und zwar aus eigener Kraft.“ Unmittelbar nach seinem Amtsantritt im Februar vergangenen Jahres hatte der Manager das Programm

„oneTUI“ aufgelegt, das Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen bringen soll. Die satten Zuwächse beim bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen sieht Joussen als Beleg für die Wirksamkeit: Im laufenden Geschäftsjahr 2013/14 soll der operative Gewinn bis Ende September um bis zu 12 Prozent steigen.

Was bisher unter dem Strich übrig geblieben ist, verrät die TUI nicht – das habe mit der komplexen Rechtslage rund um die Fusion mit TUI Travel zu tun, hieß es. Die britische Börsenaufsicht hatte dem Konzern kürzlich mehr Zeit für die Vorlage eines offiziellen Übernahmeangebotes zugestanden – bis zum 19. September muss es vorliegen.

Das jüngste Quartal zeigt noch einmal eindrücklich, wie wenig die Zentrale in Hannover in der alten Struktur zum Geschäftserfolg beiträgt: Die TUI AG selbst steuert nur die konzerneigenen Hotels und Resorts sowie die Kreuzfahrten – vom operativen Gewinn von 163 Millionen Euro stammen daher 134 Millionen Euro von TUI Travel. Besonders das von Unternehmensvize Johan Lundgren geführte „Mainstream“-Geschäft habe dazu beigetragen, hieß es. Der Hotelbereich wies mit einem Ertragszuwachs von 41 Prozent zwar die stärkste Steigerung auf, in Summe sind es aber nur 43 Millionen Euro.

Die Kreuzfahrten schreiben weiterhin rote Zahlen, weil die Luxussparte Hapag-Lloyd Probleme hat. Bis zum Geschäftsjahresende werde die Sparte insgesamt den Turnaround schaffen, teilte die TUI mit.

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