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TUI setzt Fokus auf eigene Hotels

Fusion mit TUI Travel TUI setzt Fokus auf eigene Hotels

Die Tui will ihre eigenen Betten besser auslasten. Konzernchef Fritz Joussen verkündete, er erhoffe sich von der Zusammenführung mit der britischen Tochter TUI Travel mehr Gäste für TUI-Schiffe und -Hotels.

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Joussen erhofft sich von dem Zusammenschluss mit der britischen TUI-Tochter große Vorteile.

Quelle: Julian Stratenschulte

Hannover. Durch die geplante Fusion könne man nicht nur 45 Millionen Euro einsparen, sagte Vorstandschef Fritz Joussen dem „Handelsblatt“. Vor allem ließen sich auch die Angebote beider Unternehmen besser verzahnen: „Die TUI AG besitzt Hotels und Kreuzfahrtschiffe für fünf Millionen Reisende im Jahr, TUI Travel aber schickt 30 Millionen Touristen in den Urlaub – und damit größtenteils zur Konkurrenz.“ Ziel des Zusammengehens sei es, einen größeren Teil der
30 Millionen Urlauber direkt in den TUI-Hotels und -Schiffen unterzubringen.

Mit dem Schulterschluss will Joussen den Geburtsfehler der derzeitigen Konzernstruktur beseitigen. Das eigentliche Reisekerngeschäft mit 95 Prozent des Umsatzes wird nicht von TUI gelenkt, sondern ist seit 2007 bei der Tochter TUI Travel in Großbritannien angesiedelt. Der Konzern selbst managt nur die eigenen Hotels und den Kreuzfahrtbereich. Die Hannoveraner halten zurzeit
54 Prozent an TUI Travel.

Die Übernahme von TUI Travel soll ausschließlich über die Ausgabe von Aktien der TUI AG an die heutigen Minderheitsaktionäre von TUI Travel erfolgen, ohne Zahlung einer zusätzlichen Prämie. Drei Viertel der Aktionäre beider Unternehmen müssen den Plänen noch zustimmen. Die TUI hat bis zum
19. September Zeit, um ein offizielles Angebot vorzulegen.

Im Zuge der Fusion will die TUI mehr als 100 von 650 Tochterfirmen verkaufen. „Wir fokussieren uns auf den Kern“, sagte Joussen. Betroffen seien 15 Prozent vom Umsatz und Ergebnis. Die Töchter sollten zum Verkauf gestellt, geschlossen oder in bestehende Konzerngesellschaften integriert werden.

Analysten kritisieren das Vorgehen, da dadurch gut laufende Geschäfte von TUI Travel wie etwa die Onlinebettenbörse „Hotelbeds“ zur Disposition gestellt werden. Joussen stellt sich hinter die Idee: Die Internetseite sei Marktführer, aber im gesamten Konzern ein Nischengeschäft. An der Börse kamen die Pläne an: Der Kurs der TUI-Aktie kletterte zwischenzeitlich um 2,4 Prozent auf 11,13 Euro.

von Peter Maushagen

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