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Ferienflieger

Tarifkonflikt bei TUIfly eskaliert

Von Jens Heitmann

Der Tarifkonflikt beim Ferienflieger TUIfly gewinnt an Schärfe. Nach ersten Warnstreiks fordert die Gewerkschaft ver.di von der Fluggesellschaft ein „substanziell besseres Angebot“.
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Das Logo der TUI vor dem Verwaltungsgebäude an der Karl-Wiechert-Allee.

© Frank Radel

Wenn die TUI-Tochter dem nicht nachkomme, „werden wir uns schnell in einem größeren Tarifkampf befinden als bisher“, sagte Verhandlungsführer Ingo Kronsfoth.

Das Kabinenpersonal und Mitarbeiter aus der Technik hatten am Donnerstag in Hannover, Hamburg und Düsseldorf die Arbeit ruhen lassen. Nach Angaben von TUIfly waren davon insgesamt 40 Flüge und etwa 6000 Passagiere betroffen. Die Fluggäste mussten mehrere Stunden Wartezeit hinnehmen, bis Ersatzmaschinen zur Verfügung gestanden hätten, sagte ein Unternehmenssprecher. Am Flughafen Hannover konnten 16 Flüge erst mit deutlicher Verspätung starten. Alle Passagiere seien an ihr Urlaubsziel gekommen: „Wir haben die Unannehmlichkeiten in Grenzen halten können.“

Die Gewerkschaft hatte für die knapp 2000 Flugbegleiter und Bodenbeschäftigten von TUIfly rückwirkend zum 1. März bei einer Laufzeit von 16 Monaten 5 Prozent mehr Lohn, eine betriebliche Altersvorsorgelösung und den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen gefordert. Das Angebot des Unternehmens sah bei einer Laufzeit von 24 Monaten für das laufende Jahr ein Gehaltsplus von 2,2 Prozent vor, 2010 sollte sich der Zuschlag nur die Inflationsrate dieses Jahres ausgleichen. Eine Beschäftigungsgarantie wollte TUIfly nur bis Februar 2011 abgeben.

„Wir sehen das als Provokation“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Kronsfoth. „Die Sorgen der Beschäftigten werden nicht ernst genommen.“ Viele TUIfly-Mitarbeiter fürchten um ihren Arbeitsplatz, weil im Zuge einer Allianz zwischen der TUI und Air Berlin 17 der 38 TUIfly-Maschinen inklusive Besatzung an den bisherigen Konkurrenten verchartert werden. Die Berliner haben zugesagt, den von ihnen kontrollierten Teil der TUIfly-Flotte für mindestens zehn Jahre zu beschäftigen – diese Garantie gelte aber nicht für alle Arbeitsplätze, verlautete aus Unternehmenskreisen.

Die Gewerkschaft möchte einen Stellenabbau daher per Tarifvertrag bis zum Jahr 2019 ausschließen. Im Gegenzug verringerte die Arbeitnehmerseite ihre Lohnforderungen auf jeweils 3,5 Prozent für dieses und kommendes Jahr. Das lehnt das Unternehmen ab. „Wir halten diese Forderungen für überzogen und in der aktuellen Marktsituation für unannehmbar“, erklärte ein TUIfly-Sprecher.

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  • Kurzsichtiger Egoismus Christian Kuhn TUI Deutschland – 11.04.09
    Die Eskalation der Tarifverhandlungen des ver.di Gewerkschafts- und der TUIfly Arbeitnehmervertreter sind nur ein Deckmantel für die sehr sozialverträgliche Enscheidung des verantwortlichen Managements der TUI für eine Überkreuzbeteiligung von TUIfly und AirBerlin. Durch diese Überkreuzbeteiligung hat das Management hunderte von Arbeitsplätzen bei der TUIfly gesichert und der Fluggesellschaft ene langfristige Perspektive im direkten Wettbewerb gesichert. Und das mit Zustimmung der Kollegen, die jetzt durch orientierungslosen und unverhältnismäßigen egoistischen Harakiri die TUI in einer sowieso schon sehr schwiergen wirtschaftlichen Situation dermaßen beschädigen, dass die Auswirkungen auch auf alle anderen TUI Konzernunternehmen und insbesondere auf alle TUI Belegschaften (und dazu zählt auch immer noch die TUIfly Belegschaft)unabsehbar sind. Dieser absolut überzogene und unverhältnismäßige Machtkampf und Rachefeldzug einzelner sogenannter Arbeitnehmervertreter gefährdet tausende von Arbeitsplätzen im gesamten TUI Konzern. Er trifft damit nicht nur die dringend benötigten TUI Gäste, sondern auch alle TUI Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und das ausgelöst durch eigene TUIfly Kollegen und einen für den Verkehrs- und Flugbereich verantwortlichen Gewerkschaftssekretär der ver.di, die die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt haben und aus eigener Profilierungssucht Arbeitsplätze und Familien sozial massiv gefährden. Und das, obwohl genau diese jetzt machtkämpfenden sogenannten Interessenvertreter der Überkreuzbeteiligung von TUIfly und AirBerlin im Aufsichtsrat der TUI AG zugestimmt haben sollen. Als Konsequenz dieses unverantwortlichen Vorgehens sind alle TUI Konzernmitarbeiterinnen und -mitarbeiter aufgefordert, sich gegen dieses Vorgehen der wenigen einsamen TUIfly Kollegen und gegen die Gewerkschaftsposition zu stellen. Alle direkt an em Konflikt Beteiligten werden aufgefordert, dringend deeskalierend an den Verhandlungstisch zurückzukehren und ein vernünftiges arbeitsplatzsicherndes und wirtschaftlich vertretbares Ergebnis im Interesse aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TUI Konzern zu erzielen. Sollte das nicht möglich sein, ist das verantwortliche Management aufgefordert, im Interesse aller anderen TUI Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit konsequenter Entscheidung und Rückgrat endlich ein deutliches Zeichen zu setzen, um nach Wochen und Monaten unentschlossenen Handelns das eigene Gesicht nicht noch mehr zu verlieren.
  • TUIFly- Streik Gernot Warner – 11.04.09
    Weiter so, Gewerkschaftsbonzen ! Nur mit diesen Vorgehensweisen erreichen Sie Ihr großes Ziel: Deutschland komplett kaputt zu machen - es fehlt nur noch ein kleiner Rest !!!

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