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Niedersachsen Tele Columbus schließt Standort in Hannover
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Tele Columbus schließt Standort in Hannover
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00:15 02.05.2016
Von Lars Ruzic
Verlegearbeiten für Kabelanschluss in Hannover. Quelle: dpa
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Hannover

Tele Columbus ist Deutschlands drittgrößter Kabelnetzbetreiber, er versorgt vor allem Berlin und Brandenburg mit TV- und Internetleistungen. Erst im vergangenen Jahr hatte das börsennotierte Unternehmen zwei kleinere Konkurrenten für 1,3 Milliarden Euro übernommen. Hannover - früher einmal sogar Sitz des Konzerns - liege inzwischen weit außerhalb des Versorgungsgebiets, argumentiert ein Firmensprecher. Im Stadtteil Döhren sind vor allem Kundenservice, IT und große Teile der Konzernfunktionen angesiedelt - wie etwa Finanzen, Controlling und Personal.

Diese Funktionen sollen nach Berlin und Leipzig verlagert werden. 70 Mitarbeitern aus Hannover will Tele Columbus dort neue Jobs anbieten. Allen anderen droht die Kündigung. „Die Beschäftigten wollen nicht allein die Zeche für den überteuerten Preis für den Kauf der Wettbewerber zahlen“, sagte der IT-Fachbereichsleiter bei der Gewerkschaft Verdi, Jürgen Gorgs.

Tele Columbus war einst auch in Niedersachsen aktiv, ist durch mehrere Krisen und Übernahmen inzwischen aber auf Ostdeutschland ausgerichtet. Die Beschäftigten in Hannover sind meist 20 Jahre und länger an Bord, viele hätten große Zukunftsängste, so Gorgs.

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