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Niedersachsen Tourismus in Niedersachsen erneut gewachsen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Tourismus in Niedersachsen erneut gewachsen
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09:57 03.06.2011
Von Stefan Winter
Tourismus in Niedersachsen, wie hier am Wattenmeer der Nordsee, wächst erneut. Experten raten jedoch zu mehr Zusammenarbeit. Quelle: dpa (Archivbild)
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Vor allem aus dem Ausland kämen mehr Gäste, so dass Niedersachsen inzwischen wieder mehr Besucher zähle als im Expo-Jahr 2000, berichtete Zeiner bei der Vorstellung des „Sparkassen-Tourismusbarometers“. Allerdings sei durch engere Zusammenarbeit erheblich mehr zu erreichen.

Am Tourismus hingen in Niedersachsen 338.000 Arbeitsplätze, sagte der Präsident des Sparkassenverbands Niedersachsen, Thomas Mang. „Der Tourismus ist ein enormer Wirtschaftsfaktor“, rund 15 Milliarden Euro Umsatz machten die Betriebe jährlich.

Das Wachstum im vergangenen Jahr ist nicht den „Klassikern“ Nordseeküste und Harz zu verdanken, sondern vermeintlichen Außenseitern wie dem Oldenburger Land, wo die Zahl der gewerblichen Übernachtungen im vergangenen Jahr um 12,1 Prozent zunahm. Insgesamt wurden in Niedersachsen 38,5 Millionen Übernachtungen gezählt, 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch im Krisenjahr 2009 war die Branche gewachsen, so dass Zeiner vor allem im Zweijahresvergleich von einer „hervorragenden“ Entwicklung spricht. Unter vergleichsweise schlechtem Wetter litten die Nordseeküste und die Lüneburger Heide mit Rückgängen um ein Prozent. Auch der Harz büßte trotz vieler Schneetage weitere 1,1 Prozent Übernachtungen ein. Es müsse gelingen, wieder mehr Übernachtungsgäste dorthin zu locken, sagte Mang.

Zu den Gewinnern gehörten Gebiete, die städtische und ländliche Umgebung gleichermaßen bieten können. Die Regionen Hannover/Hildesheim und Braunschweig brachten es jeweils auf rund 6 Prozent Wachstum. Die 10,8 Prozent Zuwachs in der Region Grafschaft Bentheim/Emsland/Osnabrücker Land erklärte Zeiner auch mit der gemeinsamen Vermarktung dort. In anderen Gegenden mache man sich oft noch gegenseitig Konkurrenz, statt gemeinsam um Kunden zu werben.
Ein Ergebnis von Zeiners Studie ist denn auch, dass zu viele Tourismusorganisationen im Land konkurrieren. „Durch die Zersplitterung versickert viel Geld in Personal- und Sachkosten“, sagte Mang. Durch eine bessere Organisation und gemeinsame Vermarktung könnte das verfügbare Geld besser eingesetzt werden.

Während die Übernachtungszahlen steigen, haben Restaurants und Gaststätten nach Zeiners Worten „ein erhebliches Problem“. Hier schrumpfen weiter die Umsätze, und Zeiner beobachtet den „bedenklichen“ Trend, Vollzeitstellen durch Teilzeitjobs zu ersetzen. Die Betriebe riskierten einen schlechteren Service, statt die Qualität zu erhöhen – zum Teil auch, weil gutes Personal fehle. Die Öffnung des Arbeitsmarkts seit Anfang Mai biete die Chance, zusätzliche Fachkräfte anzulocken.

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