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Tourismus in Niedersachsen
 verliert an Dynamik

Marktanteile Tourismus in Niedersachsen
 verliert an Dynamik

Im Kampf um die Touristen im Norden verliert Niedersachsen an Boden. Zwar ist die Zahl der Übernachtungen zwischen Nordsee und Harz im vergangenen Jahr und im ersten Halbjahr 2016 erneut gestiegen, doch die anderen Küstenländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern holen auf.

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Urlauber auf Borkum: Niedersachsen feiert viertes Rekordjahr in Folge.

Quelle: dpa

Hannover. Während die Übernachtungszahlen im vergangenen Jahr bundesweit um 2,9 Prozent kletterten, legte Niedersachsen nur um 2,2 Prozent zu. Schleswig-Holstein konnte sich über 2,8 Prozent mehr Gäste freuen, Mecklenburg-Vorpommern über 2,6 Prozent mehr Übernachtungen. Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich bleibt Bayern mit einem Plus von 3,4 Prozent.

„Wir verlieren Marktanteile. Wir dürfen uns auf unseren Erfolgen nicht ausruhen“, mahnt Sven Ambrosy, Landrat des Kreises Friesland und Vorsitzender des Tourismusverbandes Niedersachsen. So gebe es bei öffentlichen Verkehrsmitteln Verbesserungsbedarf: Einige ländliche Ferienregionen seien nur schwer mit Bussen oder Bahnen zu erreichen. Zudem müsse die Digitalisierung vorangetrieben werden, sagt Ambrosy. Das betreffe den Ausbau von Breitband-Internetverbindungen, aber auch das Etablieren von digitalen Buchungssystemen. „Das ist die Zukunft. Wer das nicht macht, wird abgehängt“, warnt er.

Ambrosy appelliert an alle Ferienregionen, beim Marketing auf gemeinsame Konzepte statt auf Konkurrenz zu setzen. Dafür gebe es Vorbilder, etwa im Harz und in der Lüneburger Heide: „Die beiden Regionen waren mal unsere Sorgenkinder, aber da hat sich viel getan“, lobt der Verbandsvorsitzende.

Auch Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern verdankten ihren Erfolg einer verbesserten Marketing­strategie, sagt Ambrosy. Außerdem investierten diese Länder jetzt zum Teil kräftig und vollzögen damit die Steigerungen nach, die Niedersachsen bereits in der Vergangenheit erlebt habe. Dennoch habe Niedersachsen im vergangenen Jahr mit insgesamt 13,4 Millionen Gästen und 41,3 Millionen Übernachtungen den vierten Platz im Länderranking halten können. Es ist für Niedersachsen zudem das vierte Rekordjahr in Folge.

Dass Urlaub in Deutschland immer beliebter wird, führt der Tourismusverband zum Teil auf die weltweit steigende Terrorgefahr zurück. Außerdem hätten die Ferienregionen investiert, um wetterunabhängiger zu werden: So gebe es jetzt mehr Freizeit- und Kultureinrichtungen. Als großes Zukunftsthema bezeichnet Ambrosy den Gesundheitstourismus: „Wir werden älter und wir leben bewusster.“ Darin liege eine große Chance für Niedersachsen.

Einige der Forderungen des Tourismusverbands stoßen bei der Landesregierung auf offene Ohren. Der Ausbau des Breitbandnetzes etwa gehört zu den erklärten Prioritäten des Wirtschaftsministeriums: Bis zum Jahr 2020 soll jeder Haushalt im Land eine mindestens
30 MBit schnelle Verbindung haben. Auch die Förderung des Gesundheitstourismus sowie den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Bahnverbindungen will die rot-grüne Landesregierung vorantreiben.

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