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Tui AG schluckt eigene Tochter

Tourismusgigant Tui AG schluckt eigene Tochter

Seit anderthalb Jahren führt Fritz Joussen die Geschäfte bei Tui. Vieles hat er seitdem beiseite geräumt und auf den Kopf gestellt. Mit dem Kauf der Londoner Tochter Tui Travel wird nun Wegweisendes möglich.

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Jetzt ist es fix: Tui und Tui Travel haben sich auf einen Zusammenschluss geeinigt.

Quelle: dpa

Hannover. Tui-Chef Fritz Joussen greift bei der Rosskur für Europas größten Reisekonzern zum nächsten Mittel: Die deutsche Tui-Mutter schluckt ihre Londoner Tochter Tui Travel aller Voraussicht nach im Herbst komplett. Beide Unternehmen hätten bereits „eine grundsätzliche Einigung über die wesentlichen Konditionen eines geplanten Zusammenschlusses“ erzielt, teilte die Tui AG am Freitag in Hannover mit. Mit der Fusion soll der führende europäische Reiseveranstalter Tui Travel komplett unter das Tui-Dach wandern. Damit würde auch das Flickwerk der komplizierten Verschachtelung zwischen Hannover und England enden, das in der Vergangenheit oftmals für Schwierigkeiten und Lähmung gesorgt hatte.

Tui Travel ist der führende europäische Reiseveranstalter und zählt bisher nur zu 54,48 Prozent zum Tui-Konzern. „Nach einem Zusammenschluss beider Unternehmen würde der führende integrierte Touristikkonzern der Welt entstehen“, berichtete Tui. Es geht um 74.000 Mitarbeiter in rund 130 Ländern der Erde. Das Zusammengehen solle erhebliche Einsparmöglichkeiten freischaufeln. Tui sprach von „signifikanten finanziellen und kommerziellen Synergien“. Mit einem Sprung um rund vier Prozent setzte sich die Tui-Aktie nach Bekanntgabe der Pläne am Freitag an die Spitze der MDax-Werte.

Die Aktionäre der Tui AG sollen dem Plan zufolge noch diesen Herbst über den Zusammenschluss beraten. Der größte Einzelaktionär der Tui AG, Alexej Mordaschow, habe seine Unterstützung für den geplanten Zusammenschluss bereits in Aussicht gestellt. Er hält rund 26 Prozent an dem hannoverschen MDax-Konzern und besitzt damit ein Vetorecht.

Der Zusammenschluss solle ausschließlich über die Ausgabe neuer Tui-Aktien an die heutigen Minderheitsaktionäre von Tui Travel erfolgen. Eine zusätzlichen Prämie gebe es nicht. Die Tochter ist an der Londoner Börse notiert. Chef der Tui Travel ist Peter Long. Er und Joussen sollen den neuen Gesamtkonzern bis Februar 2016 als Doppelspitze führen. Danach soll Long in den Aufsichtsrat wechseln und dort später dem Vorsitzenden Klaus Mangold im Amt nachfolgen. Die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder soll laut Plan um 4 auf 20 steigen.

dpa

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