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Vorstandspiloten bleiben an Bord

Tui Vorstandspiloten bleiben an Bord

Die Tui hat die Jets für ihren Vorstand vor drei Jahren abgeschafft. Mit dem Verkauf der Flugzeuge sollte auch das Arbeitsverhältnis mit den Piloten enden. Das wollten diese nicht akzeptieren und klagten. Das Landesarbeitsgericht Niedersachsen hat ihnen nun Recht gegeben.

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Auf große Maschinen können die früheren Vorstandspiloten nicht so einfach umsatteln. Dafür ist eine spezielle Prüfung nötig.

Quelle: dpa

Hannover.  Die Tui muss drei Piloten weiter beschäftigen,  die früher exklusiv Vorstandsmitglieder durch die Welt geflogen haben. Auch nach der Abschaffung der Privatjets für die Manager vor mehr als drei Jahren, bestehe das Arbeitsverhältnis der Flugzeugführer fort, heißt es in einem Urteil des Landesarbeitsgerichtes Niedersachsen von Ende November, das der HAZ vorliegt. Eine Berufung schlossen die Richter aus.

Der neue Tui-Chef Friedrich Joussen hatte 2014 das Privileg eines Privatjets abgeschafft: Der Betreibervertrag für die in Hannover stationierte Challenger 604 wurde gekündigt  –damit sollte im März 2014 auch das Arbeitsverhältnis der Piloten enden. Gleiches widerfuhr wenig später den Kollegen in Düsseldorf, die bis dahin mit einem anderen Jet die Vorstände von Eon geflogen hatten – die Tui hatte den Vertrag mit dem Versorger gekündigt. 

Drei der Piloten zogen daraufhin vor Gericht: Ihrer Ansicht nach waren die Jets der Betreiberfirma Hapag-Lloyd Executive Teil eines gemeinsamen Betriebs mit dem Ferienflieger Tuifly – schon weil beide Gesellschaften den gleichen Geschäftsführer hatten. Auch die Gehaltsabrechnungen kamen von Tuifly. Folglich ließen sich die Arbeitsverhältnisse nicht so einfach auflösen, meinten die Piloten. Die Tui widersprach: Eine gemeinsame Gesellschaft bestehe nicht – es habe sich um zwei vollständig voneinander getrennte Bereiche gehandelt. Zudem dürften Jet-Piloten keine größeren Maschinen fliegen; eine Umschulung würde 30.000 Euro kosten. 

Das Arbeitsgericht Hannover hatte sich der Argumentation der Tui noch angeschlossen, das Landesarbeitsgericht  gab nun den Piloten recht. Die Tui weiß noch nicht, wie sie auf die neue Lage reagieren soll. „Wir prüfen das Urteil“, sagte ein Unternehmenssprecher.  Eine Option ist offenbar eine Nichtzulassungsbeschwerde, um später in Berufung gehen zu können.

Von Jens Heitmann

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