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Tui kehrt in die Gewinnzone zurück

Positive Zwischenbilanz Tui kehrt in die Gewinnzone zurück

Der Tui ist bereits vor Beginn der Sommersaison die Rückkehr in die Gewinnzone geglückt. Trotz des Terroranschlags in Tunesien und der Krise in Griechenland erwirtschaftete Tui von März bis Ende Juni ein Plus von 49,4 Millionen Euro - im Vorjahreszeitraum stand ein Verlust von 5,6 Millionen Euro zu Buche.

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Auf der Sonnenseite: Riu-Hotels in der Karibik - wie hier auf der Insel Aruba - werden laut Tui gut angenommen. 

Quelle: Tui

Hannover. „Das war ein ausgesprochen starkes Quartal“, sagte Vorstandschef Friedrich Joussen bei der Vorlage der Zwischenbilanz am Donnerstag. Der Umsatz stieg um 6,4 Prozent auf rund 5 Milliarden Euro.

Ende Juni hatte ein Terrorist im tunesischen Urlaubsort Sousse 39 Urlauber erschossen. Daraufhin haben viele Reiseveranstalter ihre Gäste ausgeflogen und keine neuen Urlauber mehr dorthin gebracht. Die Tui holte 16 000 Kunden zurück und stornierte weitere Reisen in das Land. Das habe den Konzern bisher 10 Millionen Euro gekostet, sagte Joussen. Da Pacht- und Managementverträge für zwei Dutzend Hotels weiterliefen, rechne man bis zum Ende des Geschäftsjahres im September mit weiteren Ausgaben in Höhe von 25 Millionen Euro, sagte Joussen. Weil nur 3 Prozent aller Tui-Gäste einen Urlaub in Tunesien buchen, halte sich der Verlust in Grenzen.

Problemfall Griechenland

Von erheblich größerer Bedeutung ist für den Konzern Griechenland. Doch bisher zeichnet sich dort kein Einbruch der Nachfrage ab - die Buchungszahlen lägen sogar etwas über Vorjahr, hieß es. Auch deshalb schraubt das Management seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr leicht nach oben: Operativ soll der Ertrag jetzt um 12,5 Prozent bis 15 Prozent steigen, bisher lag der untere Wert bei 10 Prozent. Gemeint ist damit der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita). Im dritten Quartal stieg das Ebita um knapp 19 Prozent auf rund 194 Millionen Euro.

Der Tui ist im Dezember der lang ersehnte Zusammenschluss mit der britischen Tochter Tui Travel gelungen. Nach der Fusion will Joussen den Konzern auf Wachstum trimmen - und dabei die Rendite nicht aus dem Blick verlieren. Aktuell geben hier Großbritannien und Skandinavien das Tempo vor: Dort steigen Erlöse und Erträge sogar stärker als erhofft.

Hotels bringen Wachstum

Mit dem Bereich Zentraleuropa indes, zu dem der hannoversche Veranstalter Tui Deutschland gehört, ist das Management nicht zufrieden. Nach den ersten neun Monaten fällt der operative Verlust mit knapp 98 Millionen Euro hier mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahreszeitraum. Als Gründe nennt der Konzern die Kampfpreise der Konkurrenz, insbesondere der Billigflieger, sowie Investitionen in den Vertrieb. Die Tui motzt unter anderem ihre Reisebüros auf, um den Anteil im Direktvertrieb zu erhöhen. Mit Sebastian Ebel hat Joussen zuletzt seinen engsten Vertrauten als Chef von Tui Deutschland installiert.

Als Wachstumstreiber bei der Tui erweisen sich die Hotels. Der spanische Partner Riu hat in der Karibik neue Anlagen eröffnet, die von den Kunden sehr gut angenommen werden. Joussen will die Zahl der Marken in diesem Segment verringern und mit neuen Konzepten expandieren.

Besser lief es zuletzt auch bei den Kreuzfahrten. Bei Tui Cruises wurde die Flotte im Juni durch die „Mein Schiff 4“ erweitert, die Luxus-Sparte Hapag-Lloyd mit dem Flaggschiff Europa sei wieder in die schwarzen Zahlen gefahren, sagte Joussen.

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