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US-Zulieferer
 streicht Jobs 
in Hannover

Johnson Controls US-Zulieferer
 streicht Jobs 
in Hannover

Der US-Autozulieferer Johnson Controls streicht Jobs in seiner europäischen Batteriezentrale in Hannover. Nach HAZ-Informationen haben sich Unternehmen und Betriebsrat auf einen Sozialplan geeinigt, der den Abbau von gut 60 Stellen in der früheren Varta-Zentrale im Nordwesten der Stadt vorsieht.

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Der Autozulieferer war erst gewachsen – nun soll er schlanker werden.

Quelle: Stefan Arend

Hannover. Der Sozialplan enthält vor allem Instrumente, mit denen älteren Beschäftigten der vorzeitige Abschied aus dem Unternehmen schmackhaft gemacht werden soll. Hinzu kommen interne Umsetzungen und die Kappung befristeter Verträge. Auch einige Kündigungen seien darunter, heißt es von Arbeitnehmerseite. Dafür seien jedoch vergleichsweise komfortable Abfindungen ausgehandelt worden.

Das hannoversche Werk ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Der Konzern hatte in Modernisierung und Ausbau rund 120 Millionen Euro investiert, die Belegschaft stieg von 1000 auf 1300. Der Standort profitiert vom Trend zu Start-Stop-Batterien, die in der Automobilindustrie auf dem Weg zum Standard für alle Neuwagen sind. Fahrzeuge mit Start-Stop-Systemen schalten sich an der roten Ampel aus und sparen dadurch Kraftstoff und Emissionen. Die Produktion in Hannover ist voll ausgelastet. Unlängst hatte Johnson Controls ein weiteres Werk in China eröffnet, das die Hannoveraner entlasten soll. „Wir verdienen hier Geld wie verrückt“, umschrieb es ein Insider.

Dass Hannover dennoch Stellen abbauen muss, liegt an der Konzernräson. Johnson Controls will über alle Bereiche hinweg in den kommenden beiden Jahren 3000 von 120.000 Stellen streichen und so 250 Millionen Dollar einsparen. Gleichwohl gebe es auch in Hannover durch das kräftige Wachstum der vergangenen Jahre inzwischen an einigen Stellen Möglichkeiten sich schlanker aufzustellen, hieß es.     

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