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Niedersachsen Uni Hannover wehrt sich im Streit gegen Bahlsen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Uni Hannover wehrt sich im Streit gegen Bahlsen
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17:31 19.09.2017
Die Uni Hannover wehrt sich gegen Bahlsen. Quelle: Julian Stratenschulte (Montage)
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Hannover

Im Streit um die Marke "Leibniz" wehrt sich die Leibniz-Universität Hannover gegen die Ansprüche von Bahlsen. Die Forderungen des Unternehmens gingen zu weit, betont die Hochschule in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme.

Bahlsen hatte in der vergangenen Woche eine Klage gegen die Universität eingereicht. Der Konzern will verhindern, dass die Uni im Internet einen "Leibniz-Shop" betreibt und dort Lebensmittel mit der Bezeichnung "Leibniz" verkauft.

Fotostrecke Wirtschaft Niedersachsen: Bahlsen verklagt Leibniz-Uni

Nach Einschätzung der Uni greifen die Produkte – "Leibniz Tee" und "Leibniz Sekt" – nicht in das Portfolio von Bahlsen ein, da das Unternehmen sich auf Kekse und Gebäck konzentriere. Die Hochschule betont, dass sie mit dem Shop keinen Profit erwirtschafte und das Sortiment dem anderer Uni-Shops ähnele.

Uni verteidigt ihren "Leibniz-Shop"

Auch den Namen des Shops ("Leibniz-Shop") will die Uni nicht aufgeben: "Er nimmt auf den Namen der Universität und die Person von Leibniz Bezug, ist prägnant und kurz und läuft wenig Gefahr, abgekürzt zu werden." Die entsprechende Internet-Domain habe man sich gesichert, weil sie "frei und verfügbar" war.

Man habe Bahlsen im vergangenen Jahr verschiedene Kompromissangebote gemacht. Die Gespräche seien letztlich an Bahlsen gescheitert, weil die Firma aufgrund ihrer Marke für Kekse den Namen Leibniz auch für einen Online-Shop beanspruche, unabhängig vom Produktsortiment.

Hannover ist einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte in Niedersachsen. Das sind laut der IHK Hannover die größten Unternehmen aus der Stadt und Region.

Die Universität betont, dass Leibniz in der Öffentlichkeit nicht automatisch mit Keksen assoziiert werde. Eine solche Auffassung werde auch "dem Leben und Wirken von Leibniz als Gelehrtem nicht gerecht".

Bahlsen beruft sich in dem Streit vor allem auf seine seit 1897 geschützten Rechte an der Lebensmittel-Marke Leibniz.

Von Christian Wölbert

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