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Niedersachsen VW zieht Niedersachsens Wirtschaft runter
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12:29 30.03.2017
Quelle: dpa/Symbolbild
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Hannover

Die Wirtschaftskraft in Niedersachsen ist im vergangenen Jahr im bundesweiten Vergleich unterdurchschnittlich gewachsen. Die zwischen Harz und Küste produzierten Waren und Dienstleistungen lagen - bereinigt um Preis- und Kalendereffekte - um 1,4 Prozent über dem Niveau von 2015. Im Schnitt wuchsen alle Bundesländer um 1,9 Prozent. Auch in den alten, westdeutschen Bundesländern zusammen lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) real um 1,9 Prozent über Vorjahreswert.

Zur Erklärung des unterdurchschnittlichen Wachstums verwies das Landesamt für Statistik am Donnerstag auf eine deutliche Korrektur der Wachstumsrate Niedersachsens für 2015 - von real 2,1 Prozent auf real minus 0,2 Prozent.

Grund sei die 2015 wegen des Abgas-Skandals spürbar veränderte Kostenstruktur bei Volkswagen gewesen: Die Vorleistungen, also bei anderen Herstellern eingekaufte Waren oder Dienstleistungen, seien beispielsweise wegen des Software-Updates deutlich gestiegen, die Bruttowertschöpfung und deren Beitrag zum niedersächsischen BIP habe sich damit vermindert, erklärte ein Sprecher. Diese veränderte Kostenstruktur sei für die erste Berechnung für 2016 übernommen worden. Für die zweite Berechnung könne sich der Effekt also umkehren.

Positive Effekte auf das Wachstum hatten den Angaben zufolge die moderate Ölpreisentwicklung und der weiterhin schwache Euro, der den Export beflügelte. Die weiter niedrige Inflation, die erst im dritten Quartal die Schwelle von 0,5 Prozent überschritten habe, beflügelte zudem die Binnennachfrage.

Als Treiber mit nominal 7,2 Prozent Wachstum erwies sich 2016 das niedersächsische Baugewerbe. Etwas verhaltener legte mit nominal 3,3 Prozent die Industrie zu, die maßgeblich von der Autoindustrie, vor allem von Volkswagen, geprägt ist. Niedersachsens Dienstleistungssektor wuchs nominal um 2,9 Prozent.

lni

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