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Firmen hoffen auf den Milliardenmarkt Iran

Unternehmen aus Niedersachsen Firmen hoffen auf den Milliardenmarkt Iran

Nach der Einigung im Atomstreit mit dem Iran wollen Niedersachsens Firmen noch vor dem Ende des Embargos ihr Terrain auf dem Milliardenmarkt abstecken. Anfang Oktober wird sich eine Delegation von mehr als 70 Managern unter der Führung von Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) auf den Weg in den ölreichen Staat machen.

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An einem Tisch: US-Außenminister John Kerry (ganz links) und Frank-Walter Steinmeier (2. v. r.) mit ihren Kollegen aus Großbritannien, Russland und Frankreich.

Quelle: Herbert Neubauer

Hannover. „Ich will sehr schnell mit den niedersächsischen Unternehmen vor Ort die Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausloten“, sagte Lies am Dienstag. Zuvor hatten sich nach 13-jährigem diplomatischen Ringen und zuletzt 18-tägigen Marathon-Verhandlungen in Wien die UN-Vetomächte, Deutschland und der Iran auf ein Abkommen geeinigt, das die Atomkapazitäten der Islamischen Republik deutlich verringert. Im Gegenzug werden die Wirtschaftssanktionen des Westens gegen den Iran nach und nach aufgehoben. Damit bekommt die Wirtschaft Zugang zu einem Milliardenmarkt mit gewaltigem Nachholbedarf - und traditionell engen Bindungen nach Deutschland.

„Das eröffnet der niedersächsischen Wirtschaft neue Geschäftsmöglichkeiten“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, Volker Müller. Gerade für Unternehmen der Metall-, Elektro- und Chemieindustrie, aber auch aus den Bereichen Rohstoffe, Nahrungsmittel und Infrastruktur sei der Iran interessant. Deshalb sei die Reise der Delegation auch „ideal platziert“. Sie wird vom Ministerium gemeinsam mit der IHK Hannover organisiert, die schon im vergangenen Jahr mit einer kleinen Gruppe von Unternehmern im Iran war.

Diesmal sind Gespräche unter anderem mit dem iranischen Industrieminister und örtlichen Unternehmern anberaumt. „Im Iran genießen deutsche Unternehmen und Produkte einen noch besseren Ruf als im Rest der Welt“, sagte der Leiter der Internationalen Abteilung der IHK, Tilman Brunner. Etliche Firmen seien an einer Wiederbelebung alter Geschäftsbeziehungen interessiert.

Der Iran zählt mit seinen gut 75 Millionen Einwohnern zu den 20 größten Volkswirtschaften der Welt. Die Sanktionen des Westens hatten die Geschäfte mit den Industrienationen stark beeinträchtigt. So exportierten niedersächsische Firmen 2014 gerade noch für 93 Millionen Euro Waren in den Iran, 2010 kamen sie noch auf 278 Millionen Euro. Gleichwohl ist der Iran ein reiches Land und verfügt über eine gut ausgebildete, stark wachsende Bevölkerung. Gleichzeitig ist der Investitions- und Modernisierungsbedarf enorm. Für Lies sind das „hervorragende Rahmenbedingungen für einen Wirtschaftsboom am Persischen Golf“, von dem Niedersachsens Firmen profitieren sollten.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag erwartet, dass sich die deutschen Exporte in den Golfstaat von 2,4 Milliarden Euro im Jahr 2014 innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppeln. „Wenn alles gut läuft, könnten wir in drei, vier Jahren die 10-Milliarden-Marke beim Export knacken“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.

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