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Industrie

Unternehmen mit mehr Ausbildungsplätzen


Mehr Stellen und zunehmend Schwierigkeiten, diese zu besetzen: Die knapp 500 Betriebe, die im Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall zusammengefasst sind, bieten fast 2000 Ausbildungsplätze an. Im Durchschnitt könnten aber drei bis fünf Prozent der Stellen nicht besetzt werden, berichtete der Verband am Donnerstag in Hannover.
Es gibt immer wieder Probleme bei der Besetzung der Stellen.

Es gibt immer wieder Probleme bei der Besetzung der Stellen.

© dpa

Die Industrieunternehmen in Niedersachsen haben ihr Angebot an Ausbildungsplätzen erhöht, aber zunehmend Probleme bei der Besetzung der Stellen. Allein die 250 Metallunternehmen böten 960 Plätze an, vier Prozent mehr als im Vorjahr, berichtete der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall am Donnerstag in Hannover. Insgesamt würden von knapp 500 Betrieben in den im Haus der Industrie in Niedersachsen zusammengefassten Arbeitgeberverbänden fast 2000 Ausbildungsplätze angeboten.

Die Ausbildungsbereitschaft sei sehr hoch, sagte Bildungsexperte Olaf Brandes. „Die Unternehmen haben ihre Zukunftsfähigkeit im Blick.“ Im Durchschnitt könnten aber drei bis fünf Prozent der Stellen nicht besetzt werden. Das werde in den kommenden Jahren wegen der Bevölkerungsentwicklung nicht besser. In zehn Jahren werde es landesweit 10.000 Schulabgänger weniger geben. Auch deshalb wollen die Unternehmen vermehrt Mädchen für technische Berufe begeistern und um Jugendliche ausländischer Herkunft werben.

Zwei Drittel der Unternehmen sehen nach einer Umfrage der Arbeitgeberverbände Handlungsbedarf, um auf den Trend rückläufiger Bewerberzahlen zu reagieren. So seien bisher nur etwa 10 Prozent der Auszubildenden in den technischen Berufen Mädchen. Es gebe aber keinen Grund, dass junge Frauen solche Berufen nicht ergreifen sollten. In den Unternehmen gebe es dazu eine große Bereitschaft, frauenfreundliches Klima sei vorhanden und große Körperkraft sei angesichts der hohen Automatisierung in vielen Jobs nicht nötig.

Auch der Anteil von Auszubildenden ausländischer Herkunft sei bisher noch relativ gering. Dies solle geändert werden. Die Arbeitgeber unterstützen deshalb mit Nachdruck die Bemühungen von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) für eine Bildungschipkarte. „Bildung ist der Schlüssel für Integration und Weiterentwicklung“, sagte Brandes. Generell stellten die Arbeitgeber ein wachsendes Problem der Ausbildungsreife fest. Etwa in jedem zweiten Betrieb gebe es inzwischen schon betriebliche Nachhilfe, vor allem in Mathematik, aber auch in Deutsch und Englisch.

dpa

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