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Niedersachsen VHV-Gruppe baut Marktanteil aus
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen VHV-Gruppe baut Marktanteil aus
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08:44 08.04.2009
Von Albrecht Scheuermann
Der VHV-Neubau in Hannover Quelle: Frank Wilde

Firmenchef Uwe H. Reuter sowie seine Vorstandskollegen Manfred Kuhn und Frank Hilbert zeigten sich am Dienstag zufrieden mit der Geschäftsentwicklung. Das Unternehmen habe seine Marktanteile in den meisten Bereichen ausgebaut. Davon profitiere auch der Arbeitsmarkt: Die Zahl der Vollzeitstellen, die vergangenes Jahr bereits um rund 40 gestiegen ist, soll in diesem Jahr um weitere 70 auf 2400 wachsen.

„Die VHV-Gruppe hat sich in diesem schwierigen Umfeld mehr als gut behauptet und ist weiter auf profitablem Wachstumskurs“, sagte Reuter bei der Vorstellung der Bilanzzahlen. Demnach hat die Gruppe mit ihren fünf Versicherungsgesellschaften den Bestand ihrer Versicherungsverträge im zurückliegenden Jahr um rund 7,3 Prozent auf 7,6 Millionen und die Beitragseinnahmen um 3,4 Prozent auf gut 2,1 Milliarden Euro gesteigert. Davon entfielen 1,27 Milliarden Euro auf die Schadens- und Unfallversicherung, der Rest auf die Lebensversicherung.

In der Autoversicherung sei der Marktanteil in Deutschland 2008 von 3,98 Prozent auf 4,22 Prozent gewachsen. Auch zum jüngsten Wechseltermin 2008/2009 habe die VHV hier „nennenswerte“ Zugewinne erzielt, genauere Zahlen wurden jedoch nicht genannt.

Als ein Marktführer sieht sich das Unternehmen weiterhin im Geschäftsfeld Bauversicherung, hier habe man den Marktanteil bei knapp 17 Prozent gehalten. Im Lebensversicherungsgeschäft steigerte die Gruppe ihren Anteil nach eigenen Angaben von 0,72 auf 0,78 Prozent.

Nicht ungeschoren blieb die VHV von der weltweiten Finanzkrise. Allerdings waren die Blessuren in der Kapitalanlage verkraftbar, zumal sich das Unternehmen rechtzeitig nahezu vollständig vom Aktienmarkt zurückgezogen hat. Größere Abschreibungen gab es lediglich bei den sogenannten ABS-Papieren – durch Forderungen besicherte Wertpapiere –, die laut Reuter rund 3 Prozent der gesamten Kapitalanlagen von gut 13 Milliarden Euro ausmachten. Unter dem Strich, also nach Berücksichtigung aller Abschreibungen sowie der Veränderung der stillen Reserven, erreichte die Nettorendite der Kapitalanlagen 2,7 Prozent, was im Branchenvergleich als ein guter Wert gilt.

Als Konzerngewinn nach Steuern werden 22 Millionen ausgewiesen – und damit kaum weniger als im Jahr zuvor. Der Unternehmenschef sieht in dem vergleichsweise ansehnlichen Ergebnis die Frucht langjähriger Arbeit. „Dass die Dinge rund laufen hier in Hannover, ist in schwierigen Zeiten wie diesen keine Selbstverständlichkeit.“ Die VHV habe kontinuierlich an Produkten, Servicequalität und Kosten gearbeitet, dies zahle sich nun aus.

Für das laufende Jahr gibt sich der Vorstand vorsichtig optimistisch. Betroffen ist die VHV als Versicherer eines der am U-Bahn-Bau beteiligten Unternehmens auch von dem Einsturz des Stadtarchivs in Köln. Welche Dimensionen dieser Schaden für die VHV annehmen könnte, wollte Reuter jedoch nicht sagen.

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