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Zehntausende Autos müssen in die VW-Werkstatt

Diesel-Skandal Zehntausende Autos müssen in die VW-Werkstatt

Die VW-Vertragswerkstätten rüsten sich für die große Rückrufwelle im Diesel-Skandal. In den nächsten Wochen sollen Zehntausende Autos aus dem Volkswagen-Konzern für eine Softwarenachbesserung in die Werkstatt. Die betroffenen Fahrzeughalter werden vorher per Post informiert.

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Ungefähr 45 Minuten sollen VW-Kunden für die Umrüstung der vom Diesel-Skandal betroffenen Fahrzeuge einplanen. 

Quelle: dpa

Hannover. Bei einer Rückrufaktion dieses Ausmaßes könne es zu Logistikproblemen, Engpässen und großer Kundenwut kommen – befürchtet mancher. Zumindest in der VW-Heimat Niedersachsen gaben sich Autohändler am Freitag jedoch gelassen: „Die Kunden sind prinzipiell sehr entspannt, und wir sind es auch“, sagte der Chef einer VW-Werkstatt in der 

Region Hannover. Ähnlich äußerte sich ein Kollege im Großraum Wolfsburg. Die beiden sprechen für Werkstätten, die sich vor allem auf private Autobesitzer spezialisiert haben. Sie geben allerdings zu bedenken, dass bei der Umrüstung ganzer VW-Firmenflotten größere Herausforderungen anstehen dürften.

VW hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die Freigabe der Behörde für den Rückruf weiterer 1,1 Millionen Fahrzeuge etwa der Marken VW-Pkw, VW-Nutzfahrzeuge und Audi vorliege. So habe das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) auch die technische Umrüstung des VW Tiguan und VW Caddy mit Zwei-Liter-TDI-Motor des Typs EA 189 genehmigt, hieß es. Zuvor hatte es bei der größten Rückrufaktion in Europas Automobilgeschichte monatelange Freigabeverzögerungen gegeben. Insgesamt hat das Bundesamt bisher grünes Licht für den Rückruf von europaweit mehr als 2,5 Millionen Autos des Volkswagen-Konzerns gegeben. Zu Deutschland gibt es keine genauen Zahlen, was die Freigaben betrifft. Schätzungen zufolge könnten es hier bisher rund 800.000 Fahrzeuge sein.

Auf das Netz der VW-Vertragswerkstätten rollt nun eine gigantische Arbeitswelle zu. Die Staffelung der KBA-Freigaben dürfte einen punktuellen Ansturm verhindern, sagte der VW-Werkstattchef aus dem Raum Hannover. Hinzu komme, dass nicht alle Kunden sofort zur Umrüstung wollten. Viele warteten ab, bis Routinearbeiten wie Reifenwechsel, die nächste Inspektion oder die Hauptuntersuchung anstünden und man ohnehin zur Werkstatt müsse.

Nach Angaben des Experten müssen Kunden ungefähr 45 Minuten für die Umrüstung einplanen. Das Software-Update selbst dauere nur etwa 15 Minuten. „Mit den nötigen Vorbereitungen ergibt das eine gute halbe Stunde insgesamt.“ Hinzu komme die Aufnahme der Kundendaten und Aufwand für die Dokumentationspflichten. Denn VW muss dem KBA nachweisen, welche Wagen umgerüstet sind. Autohaltern, die sich beharrlich weigern, droht das Erlöschen der Betriebserlaubnis.

Von Heiko Lossie

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