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VW erlebt den „Super-GAU“

Absturz der VW-Aktie VW erlebt den „Super-GAU“

Als einen strategischen „Super-GAU“ für die Weltmarktstellung von VW bewertet die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz die Abgas-Manipulation des Automobilkonzerns. Schadensersatzansprüche bei VW-Aktienbesitzern seien nach deutschem Recht aber so gut wie unmöglich.

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Der Absturz der VW-Aktie am Montag ist die Folge des Skandals um manipulierte Abgastests bei VW-Dieselwagen in den USA. 

Quelle: dpa

Berlin. Der Präsident der Schutzvereinigung, Ulrich Hocker, zeigte sich im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) davon überzeugt, dass die Verantwortlichen für den Skandal aufgrund der rigiden US-Gesetze habhaft gemacht werden. „Die politische Haftung hat immer der Kopf des Unternehmens. So ist das.“ Es werde sich am Ende aber herausstellen, „ob ohne sein Wissen über die Schleife in der IT getrickst wurde“. Hocker sagte, dass „nirgendwo solche Verfahren transparenter sind als in den USA“.

Den VW-Aktienbesitzern in Deutschland riet der DWS-Präsident angesichts des plötzlichen Wertverlustes, die Nerven zu bewahren. Die deutsche Automobilindustrie sei eine gut verdienende Industrie und sie werde „die Aktionäre natürlich weiterhin mit Dividenden und ähnlichem bedienen“. Spekulativ könne man sicherlich Volkswagen-Aktien jetzt kaufen, „aber wer VW-Aktien hat, der sollte jetzt nicht sofort verkaufen, der sollte abwarten“.

Die 20 Prozent Wertverlust der Aktie an den Börsen an einem Tag seien aber natürlich „eine furchtbare Botschaft“, sagte Hocker. „ Im Vergleich zu der denkbaren Strafe ist das ein weitaus größerer Vermögensverlust, den die Aktionäre schon jetzt zu tragen haben.“

Skeptisch zeigte sich die DWS zu denkbaren Schadensersatzansprüchen aus Deutschland.

„Nach deutschem Recht ist es so gut wie unmöglich“,  da es die Vorstandshaftung anders als in den USA so in der Bundesrepublik nicht gebe. Die Gerichte in den USA würden sich aber in der Regel als zuständig  nur für amerikanische Staatsbürger erklären.

Hocker verwies darauf, dass es auch interessant sein werde, die Rolle der großen Automobilzulieferer in diesem Skandal zu betrachten.  „Die großen Autokonzerne werden doch von den gleichen großen Zulieferern bedient.“ Man könne deren Verwicklung „nicht ausschließen“. 

Von Dieter Wonka

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