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VW-Werke in Niedersachsen rotieren am Limit

Aufschwung VW-Werke in Niedersachsen rotieren am Limit

Nach zwei flauen Jahren hat das hannoversche VW-Werk ein ungewohntes Problem: „Wir brauchen zusätzliches Personal“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Thomas Zwiebler. Das Geschäft „brummt seit Monaten“, die Produktion solle erhöht werden.

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Braucht mehr Personal: Der Aufschwung bei VW geht weiter.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Dafür sei eine zusätzliche Nachtschicht nötig, und die brauche Personal. Ein Sprecher von VW Nutzfahrzeuge (VWN) sagte, es würden im Moment mehrere Möglichkeiten geprüft, die erfreulich starke Nachfrage zu bedienen. Entschieden sei aber noch nichts.

VW arbeitet im Moment in mehreren Werken an der Kapazitätsgrenze, so hat der Golf trotz Sonderschichten teilweise neun Monate Lieferzeit, in Wolfsburg wird auch während der Ferien gearbeitet. Vor einigen Wochen stand dort sogar kurzfristig die Produktion, weil die Motorenfertigung nicht hinterherkam. In Hannover haben die Produktionsmitarbeiter in diesem Jahr bereits 16 Sonnabendschichten zusätzlich eingeschoben, Ostern und Pfingsten inklusive. Der Betriebsrat sieht damit die Belastungsgrenze erreicht. Zusatzschichten reichten für eine weitere Produktionssteigerung nicht aus, es seien Nachtschichten und damit der Umstieg vom Zwei- auf den Dreischichtbetrieb nötig, sagt Zwiebler.

Drei Schichten täglich wurden im Stöckener Werk zuletzt im Rekordjahr 2008 gefahren, damals allerdings mithilfe von rund 1000 Zeitarbeitern. Sie wurden nach Hause geschickt, als die Nachfrage im Jahr darauf in den Keller rauschte. Statt 167.000 wurden 2009 weniger als 100.000 Autos gebaut, im vergangenen Jahr arbeitete man sich wieder auf 130.000 hoch. In diesem Jahr wird es wieder ein Stück mehr werden.

Die Rekordzahlen der Vorkrisenzeit sind damit zwar noch nicht wieder erreicht, aber „der Markenvorstand und der Vertrieb machen hervorragende Arbeit“, sagt Zwiebler. In den ersten fünf Monaten liefen rund 66.000 Autos der T5-Modellreihe vom Band, etwa 15 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das sei keine Auftragsspitze, sondern „eine längerfristig anhaltende Entwicklung“.

Zurzeit werden 700 bis 750 Autos täglich gebaut, ab September dürften rund 80 dazukommen. Gleichzeitig verkauft sich der Porsche Panamera, dessen Karosserie in Stöcken gebaut und lackiert wird, besser als erwartet. Hinzu kommt, dass in den Ferien die Produktionsmöglichkeiten eingeschränkt sind, weil der Bau des neuen Modells Amarok vorbereitet wird.

So führt nach Zwieblers Überzeugung kein Weg an mehr Personal vorbei: „Wir wollen, dass die zusätzlichen Autos in Hannover gebaut werden.“ Vermutlich würde das wieder mithilfe von Zeitarbeitern geschehen. Eine Zahl nennt Zwiebler nicht, der Bedarf dürfte aber weit unter den einstigen 1000 liegen. Damit im September eine dritte Schicht starten könne, müsse man jetzt Mitarbeiter suchen, fordert Zwiebler. Das Thema dürfte auch die Betriebsversammlung Ende Juni in Stöcken prägen.
Die VWN-Führung zögert offenbar noch, zumal die Wolfsburger Konzernzentrale mit Neueinstellungen in Deutschland vorsichtig bleibt.

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