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VW gründet neue Mobilitätsmarke

Vor dem Pariser Autosalon VW gründet neue Mobilitätsmarke

Volkswagen will das Geschäft mit Mobilitätsdiensten mit Nachdruck vorantreiben. Der Bereich solle zur 13. Marke des Konzerns ausgebaut werden, sagte VW-Chef Matthias Müller am Vorabend des Pariser Autosalons. „Die Gesellschaft ist gegründet. Das Management-Team steht."

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Hat Pläne: VW-Chef Matthias Müller.

Quelle: dpa

Hannover. Die neue, noch namenlose Marke mit Sitz in Berlin soll bis 2025 zu den führenden Anbietern urbaner Mobilitätsdienstleistungen gehören und Marktführer in Europa werden. „Künftig wird längst nicht mehr jeder ein eigenes Auto besitzen. Aber jeder kann auf die eine oder andere Art Kunde von Volkswagen sein“, sagte Müller.

Zu den neuen Mobilitätsangeboten gehören etwa die Vermittlung von Fahrdiensten, Shuttle-Services oder Teilauto-Modellen. Perspektivisch könnte VW auch eigene, selbstfahrende Shuttle-Flotten betreiben, wenn das autonome Fahren in der Stadt in Serie geht, sagte Müller. Unlängst waren die Wolfsburger beim App-Taxivermittler Gett eingestiegen. Ein erstes gemeinsames Projekt haben die Partner nun in Moskau angeschoben. Danach können Gett-Fahrer VW- und Skoda-Modelle zu Vorzugskonditionen erwerben.

Der Wandel vom Verbrennungs- zum Elektromotor wird nach Müllers Worten zwei Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Die Zukunft fahre zwar elektrisch – doch gleichzeitig „müssen und werden wir die Weiterentwicklung von Diesel und Benzinern forcieren“. Bis 2025 plant der Konzern mehr als 30 zusätzliche E-Modelle, die auf einem elektrischen Baukasten basieren sollen. Einen Vorgeschmack darauf wird die Marke VW am heutigen Donnerstag beim Start des Pariser Autosalons mit einem Konzeptfahrzeug namens „I.D.“ präsentieren, das mit einer Batterieladung bis zu 600 Kilometer weit fahren kann.

Elektroantrieb und autonomes Fahren werden den Designern künftig komplett neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen, sagte der Leiter dieses Konzernbereichs, Michael Mauer. Viele Einschränkungen fielen künftig weg, ebenso Differenzierungsmerkmale wie der Klang des Motors. „Umso mehr wächst die Bedeutung des Designs als Alleinstellungsmerkmal.“

Einigung in Lkw-Sparte: Die Betriebsräte der Lastwagenbauer MAN und Scania haben der geplanten Arbeitsteilung unter dem Dach der Konzernmutter VW zugestimmt. Demnach soll MAN künftig im Werk Salzgitter die Antriebsachsen schwerer Lastwagen entwickeln und Scania den nächsten 13-Liter-Motor. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh betonte am Mittwoch, bei den Produktionsstandorten „bleibt alles, wie es ist: Scania fertigt für Scania, MAN für MAN.“ Aber die Aufteilung bei der Entwicklung von Achsen und Motoren sei ein großer Schritt, um Synergien zu heben. VW-Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler sagte: „Beide entwickeln unsere Komponentenplattformen gemeinsam und bringen dabei ihre individuellen Stärken ein.“     

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