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VW kündigt massive Veränderungen an

Rundschreiben an Belegschaft VW kündigt massive Veränderungen an

Unternehmen und Betriebsrat stimmten die VW-Belegschaft am Dienstag in einem Rundschreiben, das der HAZ vorliegt, auf „massive Veränderungen“ ein. Den Umbau wollen beide Seiten mit einem „Zukunftspakt“ bewerkstelligen, der spätestens im November stehen soll. Die Verhandlungen gestalten sich jedoch schwierig.

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VW stimmt seine Mitarbeiter auf große Veränderungen ein.

Quelle: dpa/Symbolbild

Hannover. Bei Volkswagen hat das Hauen und Stechen um die Neuaufstellung der Marke begonnen. VW will profitabler werden und sich „sehr schnell“ auf die veränderte Autowelt einstellen, die durch Digitalisierung und alternative Antriebe vor einer Zeitenwende steht. Markenchef Herbert Diess forderte „eine hohe Veränderungsbereitschaft“ von den Beschäftigten. Die Arbeitnehmerseite will im Gegenzug verbindlich geregelt wissen, welche Aufgaben welcher Standort in Zukunft übernehmen soll. Hier tun sich bereits erste Streitpunkte auf.

Am Standort des wichtigsten Motorenwerks in Salzgitter etwa sorgten gestern Äußerungen von Konzernchef Matthias Müller für Verwunderung, der einer VW-eigenen Fertigung von Batteriezellen für Elektroantriebe eine Absage erteilte. „Das wäre ein Witz“, sagte Müller mit Blick auf die Kosten vor Journalisten in Hamburg. Man sehe sich aber die gesamte Prozesskette an – von der Rohstoffbeschaffung über die Fertigung der ganzen Batterie bis zum Einbau ins Auto. „Dann werden wir – wohl noch in diesem Jahr – bekanntgeben, wie wir mit diesem Thema umgehen.“

Bislang war im Gespräch, Salzgitter zu einer Produktionsstätte für Batteriezellen und -module umzubauen – von 10  Milliarden Euro Investitionen war die Rede, selbst für VW gewaltig. „Ohne eine eigene Zellfertigung werden wir für unsere Motorenwerke langfristig nicht mehr genug Arbeit haben“, sagte der Salzgitteraner Betriebsratschef Andreas Blechner der HAZ. Der Zukunftspakt müsse den Beschäftigten aber eine Perspektive bieten. Zudem dürfe sich VW „bei dieser entscheidenden Komponente nicht abhängig von Zulieferern machen“.

Auch in Hannover laufen die Verhandlungen über die Zukunft des Standorts auf Hochtouren. Auf der gestrigen Betriebsversammlung vor 6000 Beschäftigten im Nutzfahrzeugwerk war der Zukunftspakt deshalb ein Thema. Gerade hat die Fabrik die Produktion lackierter Karosserien des Porsche Panamera beendet. Der Betriebsrat pocht auf Einhaltung einer vor zwei Jahren geschlossenen Standortvereinbarung, die eine Kompensation für den Verlust dieses Auftrags vorsieht. Darüber hinaus sprechen beide Seiten auch in Hannover über neue Aufgaben rund um die Elektromobilität.

Obwohl Transporter prädestiniert sind für Stromantriebe, hat VW Nutzfahrzeuge bislang kein Massenmodell zu bieten. Der einstige Großkunde Deutsche Post hat deshalb auf eigene Faust den sogenannten Elektroscooter entwickeln lassen. Das ärgere ihn, räumte Konzernchef Müller in Hamburg ein. Er hoffe, dass VW doch noch „etwas mit der Post machen“ könne. Müller geht davon aus, dass „das richtig automatisierte Fahren wohl zuerst bei Nutzfahrzeugen kommen“ werde.

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