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VWN bekommt eigenes Kontrollgremium

Nutzfahrzeugsparte VWN bekommt eigenes Kontrollgremium

Volkswagen stattet seine hannoversche Marke VW Nutzfahrzeuge (VWN) mit einem eigenen Leitungsgremium oberhalb des Vorstands aus. Noch in diesem Jahr werde ein achtköpfiger Beirat seine Arbeit aufnehmen, in dem künftig alle strategischen Grundsatzentscheidungen fallen werden.

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Volkswagen Nutzfahrzeuge steht vor großen Herausforderungen: Transporter-Produktion im Werk in Hannover-Stöcken. 

Quelle: Marta Krajinović

Hannover. „Damit erreichen wir eine neue Ebene der Mitbestimmung", sagte VWN-Betriebsratschef Thomas Zwiebler der HAZ. Der Beirat soll wie alle anderen Kontrollgremien im Volkswagen-Konzern je zur Hälfte mit Top-Managern und Arbeitnehmervertretern besetzt sein. Zu den Mitgliedern werden neben Zwiebler unter anderem VW-Lkw-Chef Andreas Renschler und Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh zählen. Der VWN-Vorstand um Markenchef Eckhard Scholz wird an das Gremium berichten. Die Marke stehe in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen, sagte Zwiebler. „Die können wir nicht allein stemmen.“

Renschler hat der Marke bereits aufgetragen, die Internationalisierung voranzutreiben. In Nordamerika und Asien findet VWN mit seinen leichten Nutzfahrzeugen bis heute de facto nicht statt. Über den Beirat kann der Lkw-Chef die Fortschritte der Hannoveraner leichter kontrollieren. Gleichzeitig soll der Beirat als Scharnier zu anderen Sparten des Konzerns fungieren. Künftig sollen die „Nutzis“, wie sie in Wolfsburg gern genannt werden, mehr Gleichteile übernehmen, die andere Marken im Konzern bereits verwenden. Beim Vertrieb sollen sie dagegen vorwiegend mit den Lkw-Marken MAN und Scania zusammenarbeiten. Mit ihnen teilt VWN die gewerbetreibende Kundschaft.

Im Gegensatz zu anderen Marken im Konzern, die in der Regel eigene rechtliche Einheiten mit Aufsichtsräten sind, ist VW Nutzfahrzeuge rechtlich eher ein Anhängsel der Volkswagen AG. Auch unter das Dach der neuen Lkw-Holding, die demnächst in Braunschweig ihre Arbeit aufnehmen wird, sind die Hannoveraner nicht geschlüpft. Gleichzeitig müssen sie aber an Lkw-Chef Renschler berichten.

Freitag ging ein zweitägiges Treffen von Vorständen und Betriebsräten der drei Nutzfahrzeughersteller MAN, Scania und VWN in Hannover zu Ende. Dabei stimmten auch die Arbeitnehmervertreter der geplanten Umstrukturierung im MAN-Werk Salzgitter und bei Scania in Södertälje zu. Der Standort in der Stahlstadt wird vom Lkw-Produzenten zum internen Zulieferer umgebaut. Er soll künftig Vorderachsen für beide Marken fertigen. Södertälje wird für die Getriebeproduktion verantwortlich sein.

Die Lösung sei eine Win-win-Situation für alle Beteiligten, sagte Gunnar Kilian, Generalsekretär des Konzernbetriebsrats. Jobs würden gesichert - und der Konzern spare durch Synergien. MAN-Betriebsratschef Sani Stimoniaris sieht mittelfristig sogar Chancen für neue Jobs. Die derzeitigen Planungen beruhten auf den aktuell sehr niedrigen Verkaufszahlen. Wenn sich der derzeit schwache Markt wieder erhole, könnten auch neue Arbeitsplätze entstehen. „Das ist ein Beweis dafür, wie uns eine engere Zusammenarbeit weiterbringen kann.“

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Neue Produktionstechnik

Die wirklich großen Baustellen der Landeshauptstadt bleiben den Hannoveranern oft verborgen. Denn sie befinden sich auf dem Werksgelände und in den Fertigungshallen von VW Nutzfahrzeuge (VWN). In den Werksferien haben fast 1200 Menschen an der Modernisierung der Montagelinien gearbeitet.

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