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VWN schickt 300 Leiharbeiter nach Hause

Produktion in Hannover heruntergefahren VWN schickt 300 Leiharbeiter nach Hause

Volkswagen streicht die Zahl seiner Leiharbeiter am Standort Hannover zusammen. Nach HAZ-Informationen sollen die Verträge von rund 300 Beschäftigten Ende Januar auslaufen. Der Standort Hannover ist damit der erste im Konzern, der nach dem VW-Abgas-Skandal seine Personalzahlen herunterfährt.

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Der Amarok macht Probleme: VW Nutzfahrzeuge verkauft weniger Fahrzeuge als gedacht.

Quelle: dpa

Hannover. Das bestätigten Unternehmen und Betriebsrat am Dienstag im Anschluss an eine Betriebsversammlung im Nutzfahrzeugwerk. 

Einen direkten Zusammenhang dazu gebe es allerdings nicht, verlautete aus dem Unternehmen. In den vergangenen Monaten sei der Absatz des Pick-ups Amarok unter den Erwartungen geblieben, begründete der Chef von VW Nutzfahrzeuge (VWN), Eckhard Scholz, den Schritt vor weit mehr als 6000 Beschäftigten bei der Betriebsversammlung. Deswegen werde der Wagen von Februar an nur noch in einer statt bislang in zwei Schichten produziert. Das sorge für einen Personalüberhang.

Allerdings zeigt sich in dem Schritt die Vorsicht, die das VW-Management derzeit generell bei der Produktionsplanung walten lässt. Der Konzern hat sich auf die Fahnen geschrieben, angesichts unbekannter Auswirkungen des Abgas-Skandals sowohl bei den Investitionen als auch bei der Personalplanung „auf Sicht“ zu fahren. In Hannover wurden auch deshalb die Verträge von weiteren 500 Leiharbeitern zunächst nur um drei Monate verlängert. Nochmals 130 Beschäftigte sind bislang bis Ende März „gebucht“. VWN-Betriebsratschef Thomas Zwiebler machte deutlich, dass das Management im Gegenzug nun aber auch keine Zustimmung der Belegschaftsvertreter zu Sonderschichten oder Überstunden erwarten könne.
Bei den Investitionen muss die Marke VWN derzeit keine großen Einsparungen befürchten. Sowohl die Modernisierung der Montage in Hannover als auch das neue Werk in Polen seien schon so weit fortgeschritten, dass diese Projekte nicht mehr gestoppt werden könnten, hieß es.

Die Arbeitnehmervertreter hatten bereits vor Wochen deutlich gemacht, dass es für Teile der gut 7000 derzeit bei VW aktiven Leiharbeiter in den kommenden Monaten eng werden könnte. Erst am Freitag hatte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh die VW-Tochter Autovision, bei der die Betroffenen beschäftigt sind, aufgefordert, nach alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten für die Menschen zu suchen.

Nach der Produktionshalbierung beim Amarok hängt nun die Auslastung in Hannover vor allem an der vor wenigen Monaten angelaufenen sechsten Transportergeneration. Der T6 trägt weder eine Software zur Abgasmanipulation in sich, noch hat es bei ihm Unstimmigkeiten beim Abgleich von Verbrauchs- und CO2-Werten gegeben wie bei anderen VW-Modellen.
Man hoffe darauf, dass man das vor allem der für das Modell so wichtigen Gewerbekundschaft klarmachen könne, hieß es. Das Gros der aktuell mehr als 900 in Hannover beschäftigten Leiharbeiter war mit dem Modellwechsel im Frühjahr und Sommer an Bord gekommen.

Teilnehmer berichteten von einer gespannten Aufmerksamkeit auf der Betriebsversammlung. Scholz und Zwiebler hätten sich in sehr emotionalen Reden an die Belegschaft gewandt. VW müsse nun alles tun, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, soll Scholz gefordert haben. Insgesamt arbeiten am Standort Hannover mehr als 14.000 Menschen.

Weniger US-Verkäufe

Einbruch um ein Viertel: Volkswagen hat in den USA erstmals seit Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen einen Einbruch bei den Verkäufen hinnehmen müssen. Im November sank der Absatz der Pkw-Kernmarke VW im Vorjahresvergleich um 24,7 Prozent auf 23.882 Autos, wie das Unternehmen mitteilte. In den beiden Monaten zuvor hatte VW noch jeweils ein Mini-Plus erzielt, allerdings gab es da auch jeweils einen Verkaufstag mehr als ein Jahr zuvor. Im November waren es zwei Tage weniger. Marktforscher hatten im November von einer Rabattoffensive in den USA berichtet – doch auch das verhalf VW nicht zu einem erneuten Verkaufsplus. Besonders bei den Modellen Passat und Jetta lief es schlecht. Die VW-Tochter Audi legte dagegen beim Absatz im November um 0,4 Prozent auf 16.700 Autos zu.

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