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Niedersachsen Varta kehrt zurück
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06:19 04.11.2016
Von Lars Ruzic
Frühere Varta-Zentrale in Marienwerder: Einst ein Traditionsname. Archivfoto: Fender Quelle: franz fender
Hannover

Varta galt als zu klein, um weltweit mitspielen zu können - und das ganze Geschäftsfeld als wenig zukunftsträchtig. Welch ein Irrtum: Heute spielen Vertrieb, Aufladung und Reparatur transportabler Akkumulatoren (kurz: Varta) eine immer wichtigere Rolle in zig Branchen - von Smartphone-Herstellern bis zu Autobauern. Die Quandts könnten heute Milliarden verdienen, wenn sie nur mutig in ihren hannoverschen Konzern investiert hätten.

Haben sie aber nicht. Stattdessen wurde das 1887 in Hagen gegründete Unternehmen zerstückelt und an unterschiedliche Konzerne verkauft. Das Autobatteriegeschäft mit dem Werk im Nordwesten Hannovers ging an den Zulieferer Johnson Controls, die Gerätebatterien übernahm ein US-Konzern namens Rayovac. Und 2006 schließlich wurde die letzte größere operative Einheit abgegeben - die Mikrobatteriesparte mit Sitz im schwäbischen Ellwangen ging an den österreichischen Finanzinvestor Michael Tojner. Der übernahm fünf Jahre später auch noch die inzwischen nahezu leere Firmenhülle Varta AG, die er schließlich von der Börse nahm - aus Kostengründen, wie es damals hieß. Die verbliebenen freien Aktionäre konnten auf der letzten Hauptversammlung im Alten Rathaus von Hannover 2012 dem Ganzen nur noch tatenlos zusehen.

Jetzt kehrt Tojner zurück. Nach nur vier Jahren soll die Varta AG wieder an der Börse gelistet werden. 200 Millionen Euro will das Unternehmen einspielen und in die Expansion investieren, teilte es Donnerstag mit. Es könnte einer der größten Börsengänge des Jahres werden. Mit Batterien und Akkus für Hörgeräte, kabellose Kopfhörer, Haushalts- und Gartengeräte sowie größeren Energiespeichern für Solaranlagen wächst das Unternehmen mit seinen 2000 Beschäftigten seit Jahren zweistellig. Die operative Marge liegt bei gut 20 Prozent. Wer weiß: Vielleicht steigen ja die Quandts ein.

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