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Conti macht Druck in Gifhorn

Verhandlungen mit IG Metall Conti macht Druck in Gifhorn

Continental und IG Metall kommen bei den Verhandlungen über den Jobabbau im Werk Gifhorn nicht voran. Ursprünglich sollte eine Lösung vor den Sommerferien gefunden werden, Montag haben sich beide Seiten nach einer weiteren Runde in Hannover auf die zweite Augusthälfte vertagt.

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Im Conti-Werk Gifhorn sollen Arbeitsplätze abgebaut werden, doch die Verhandlungen stocken.

Quelle: dpa/Archiv

Hannover. Conti drängt inzwischen allerdings zur Eile. „Wir dürfen keine weitere Zeit mehr verlieren“, sagte Verhandlungsführer Matthias Matic. Die IG Metall sieht „weiterhin unüberbrückbare Differenzen“.

Seit mehr als einem halben Jahr verhandeln Unternehmen und Arbeitnehmerseite bereits über die Neuaufstellung des in die Jahre gekommenen Standorts. Nach Angaben der IG Metall will der Konzern in Gifhorn 680 von 1600 Jobs streichen. Laut Gewerkschaft drohen dabei 300 betriebsbedingte Kündigungen. Die seien mit der IG Metall jedoch „nicht zu machen“, hieß es auf Anfrage.

Conti hat bislang konkrete Angaben zum Personalabbau vermieden, sprach nur von „einer substanziellen Zahl“ von Stellen, die wegfallen müssten. Auch soll der Autozulieferer angeboten haben, auf Kündigungen zu verzichten, das allerdings an Bedingungen geknüpft haben. Das Ausbleiben neuer Aufträge aus der Autoindustrie zeige, „dass unser Werk in einigen Bereichen nicht mehr wettbewerbsfähig ist“, sagte Matic.

Der Konzern will die Fertigung von Bremszylindern - eine der Gifhorner Kernaufgaben - nach Osteuropa verlagern. Die Konkurrenz produziert dort bereits. Gleichzeitig soll die Produktion von Motoren für Elektroautos auslaufen, weil es keine Anschlussaufträge gibt. Gifhorn ist der drittgrößte Standort der Conti in Niedersachsen, das Werk schreibt seit Jahren rote Zahlen.

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