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Hochwasserversicherung leichter zu bekommen

Datenaktualisierung Hochwasserversicherung leichter zu bekommen

Gute Nachricht für viele Immobilieneigentümer: Die Zahl der Gebäude in Deutschland, die als stark hochwasserbedroht gelten, ist um 30 Prozent gesunken. 

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Quelle: dpa

Hannover . Was angesichts der jüngsten Überschwemmungen überraschend klingt, ergibt sich laut Versicherer-Verband GDV aus einer Datenaktualisierung. Die Niedersachsen profitieren davon am meisten: In keinem anderen Bundesland sind so viele Häuser aus der höchsten Gefahrenklasse herausgefallen. Die Folge können günstigere Prämien sein, manche Gebäude werden jetzt überhaupt erst versicherbar.

Die Versicherer kalkulieren ihre Prämien für das Hochwasser-Risiko auf der Grundlage der Datenbank Zürs Geo, eine Abkürzung für „Zonierungssystem Überschwemmung, Rückstau und Starkregen“. Ganz Deutschland ist in vier Gefahrenklassen eingeteilt – wobei die vierte Klasse das höchste Risiko darstellt. Ein Gebäude, das in diese Klasse eingestuft ist, wird statistisch mindestens alle zehn Jahre überflutet.

Bislang traf dies für 197 000 Häuser von 21 Millionen Adressen in ganz Deutschland zu, die in der Datenbank gespeichert sind. Jetzt sind es nur noch 139 000. Der GDV begründet den Rückgang mit besseren Länderdaten. In die neueste Zürs-Version seien nun erstmals alle Hochwassergefahrenkarten eingearbeitet. Von den 58 000 Hausbesitzern mit einer besseren Risikoeinstufung befinden sich fast 20 000 in Niedersachsen – und damit deutlich mehr als in anderen Bundesländern. Hier gehören jetzt noch 15 200 Gebäude zur höchsten Gefahrenklasse, das sind 56 Prozent weniger als vor der Aktualisierung der Hochwasser-Gefahrenkarte. Prozentual noch größer ist der Rückgang allerdings in Nordrhein-Westfalen mit minus 62 Prozent.

Laut GDV ist es für die dadurch begünstigten Hausbesitzer nun „deutlich einfacher, ihr Gebäude gegen Elementarschäden zu versichern“. Auch in den anderen Gefahrenklassen gab es Änderungen, jedoch nicht nur positiver Art. Insgesamt sinkt durch die Zürs-Aktualisierung für rund 400 000 Gebäude die Gefahrenklasse, während 190 000 jetzt ein höheres Risiko darstellen.

Ob und wie sich die Prämien daduch verändern, ist Entscheidung der Unternehmen. Bei der Versicherungsgruppe Hannover (VGH) hieß es, dass bestehende Verträge nicht automatisch angepasst werden – und zwar weder bei einer Erhöhung noch bei einer Verringerung des Risikos. Auf Kundenwunsch prüfe man jedoch mögliche Änderungen.

Nach GDV-Angaben sind hierzulande gut 99 Prozent der Gebäude „problemlos gegen Überschwemmungen nach Starkregen versicherbar“. Auch viele besonders gefährdete Häuser könnten meist versichert werden, wenn zum Beispiel Selbstbehalte oder bauliche Schutzvorkehrungen vereinbart werden. Grundsätzlich ist der Versicherungsschutz aber nur gegeben, wenn eine sogenannte Elementarschadenversicherung abgeschlossen ist, die meistens als Ergänzung zur Wohngebäudeversicherung angeboten wird. Wer wissen will, wie hoch das Hochwasserrisiko für das eigene Haus ist, kann auf der Internetseite www.kompass-naturgefahren.de seine Adresse eingeben. Dies funktioniert bislang nur für wenige Bundesländer, darunter Niedersachsen.

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