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Vertrag von Tui-Chef Frenzel verlängert

Reisekonzern Vertrag von Tui-Chef Frenzel verlängert

Tui-Chef Michael Frenzel steuert auch in den nächsten Jahren den Kurs des Reisekonzerns. Der Aufsichtsrat verlängerte Frenzels Vertrag, der im März 2012 ausgelaufen wäre, um weitere zwei Jahre.

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Tui-Chef Michael Frenzel steuert auch in den nächsten Jahren den Kurs des Reisekonzerns.

Quelle: dpa

Hannover. Das teilte die Tui nach einer außerordentlichen Sitzung der Kontrolleure am Montag in Hannover mit. Der 64-jährige Frenzel führt den Konzern bereits seit mehr als 17 Jahren.

Die Verlängerung soll es Frenzel ermöglichen, den Konzernumbau zu Ende zu bringen, der nach dem Verkauf der noch 38 Prozent Beteiligung an der Reederei Hapag-Lloyd geplant ist. Der Verkaufsprozess ist in vollem Gang, unter anderem hat der Staatsfonds des Sultanats Oman sein Interesse bekundet. Wann er abgeschlossen werden kann, steht aber noch in den Sternen. Auch ein Börsengang ist noch nicht völlig vom Tisch. Die Pläne dazu waren aufgeschoben worden, nachdem sich das Klima auf dem Börsenparkett nach der Katastrophe in Japan verschlechtert hatte.

Aufsichtsratschef Klaus Mangold erklärte: „Der TUI Konzern befindet sich zurzeit inmitten eines strategischen Umbauprozesses. Der Aufsichtsrat der TUI AG hat Dr. Michael Frenzel gebeten, seinen Dienstvertrag um zwei Jahre zu verlängern, damit die Veräußerung der Hapag-Lloyd-Beteiligung ohne Zeitdruck abgeschlossen und die Weiterentwicklung des Kerngeschäfts Touristik unter seiner Führung vorangetrieben werden kann.“

Auch der Dienstvertrag des Chefs der Veranstaltersparte in London Tui Travel, Peter Long, wurde verlängert. Der 59-Jährige, dessen Vertrag im August 2011 ausgelaufen wäre, soll bis August 2014 im Amt bleiben.

Die Lage im Reisegeschäft ist derzeit recht positiv, allerdings sind die Verdienstspannen bei den Veranstaltern generell nicht üppig. Die Branche ist zudem krisenanfällig und in Westeuropa gilt der Markt als weitgehend gesättigt. Frenzel will unter anderem in Ländern wie China, Indien oder Brasilien expandieren sowie das lukrative Hotelgeschäft ausbauen und enger mit den Veranstaltern vernetzen. Er braucht dafür aber die Mittel aus dem Hapag-Verkauf. Denn der Tui-Konzern ist immer noch hoch verschuldet.

Der promovierte Jurist Frenzel steht seit 1994 an der Spitze der Tui beziehungsweise ihrer Vorgängerin, der Preussag. Aus dem großindustriellen Gemischtwarenladen mit Kohle, Stahl und Transport baute Frenzel einen Tourismuskonzern. Die Tui sollte rund um die Pauschalreise Geld verdienen - an Buchung, Flug, Transfer, Hotel und Tagesausflug.

Doch das Reisegeschäft erwies sich als empfindlich. Nach den Terroranschlägen von 2001 hatte die Branche jahrelang zu kämpfen. Frenzel baute zunächst die Schifffahrt aus, um die Ertragslage mit einer Zwei-Säulen-Strategie zu stabilisieren. Zur Finanzierung wurden auch neue Aktien ausgegeben, der Kurs verwässerte, die Stimmung gegen Frenzel schlug um. Der erneute Schwenk Richtung Verkauf kam auf Druck des rebellischen Großaktionärs John Fredriksen zustande. Doch dann geriet Hapag mit der Finanzkrise in schwere See, und Tui musste mehr Anteile behalten als geplant, um eine Pleite der Tochter zu verhindern.

dpa

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