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Viele Gemüsebauern in Niedersachsen vor dem Ruin

EHEC-Epidemie Viele Gemüsebauern in Niedersachsen vor dem Ruin

Viele hoch spezialisierte Gemüsebauern in Niedersachsen stehen wegen der Kaufzurückhaltung angesichts der EHEC-Epidemie vor dem Ruin - sagt der Bauernverband.

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Die Gemüsebauern in Niedersachsen müssen Gurken, Tomaten und Salat vernichten, die sie nicht verkaufen können.

Quelle: dpa

Viele hoch spezialisierte Gemüsebauern in Niedersachsen stehen wegen der Kaufzurückhaltung angesichts der EHEC-Epidemie nach Worten von Landvolk-Präsident Werner Hilse vor dem Ruin. Allein in Niedersachsen beliefen sich die Schäden für die Bauern auf etwa eine Million Euro pro Tag, insgesamt seien es inzwischen gut 15 Millionen, sagte der Chef des Landesbauernverbandes in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch in Hannover.

„Der Verzehr-Rückgang ist dramatisch.“ Die Bauern müssten Gurken, Tomaten und Salat vernichten, die sie nicht verkaufen könnten und hätten oftmals keine Alternativen. „Das geht schon an die Existenz dieser Betriebe“, sagte Hilse. In Niedersachsen sind gut 20 Prozent der deutschen Gemüsebauern ansässig, oft sind es große und nur auf wenige Sorten spezialisierte Betriebe.

Auch die geplanten Entschädigungszahlungen der EU deckten bei weitem nicht die Kosten für diese Betriebe, sagte Hilse. Sie seien eine Hilfe, aber beseitigten nicht die Existenzbedrohung. „Wenn wir wollen, dass diese Betriebe weiterbestehen, müssen Bund und Länder da noch was drauflegen.“ Die Bauern könnten nichts dafür, dass sie das Gemüse vernichten müssten, weil sie es nicht mehr verkaufen könnten.

Die anhaltenden Verzehrwarnungen sieht Hilse kritisch - bei allem Verständnis für den vorbeugenden Verbraucherschutz. Eine Vielzahl von Proben belege jetzt die Unbedenklichkeit der erzeugten Gemüsepartien. Die deutschen Gemüseanbauer wünschten sich, dass die Ursache der EHEC-Epidemie rasch und vollständig aufgeklärt werde und die Verbraucher wieder ohne Bedenken frisches Gemüse genießen könnten.

dpa

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