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Niedersachsen Vodafone macht im Mobilfunk Tempo
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00:15 24.07.2016
Ordentliche Geschwindigkeit: Ein Test zeigt, dass die Daten mit 311 Megabit pro Sekunde übertragen werden. Quelle: dpa
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Hannover

Ein Musikalbum mit 15 Songs und einem Volumen von 600  Megabyte lasse sich so in 16 Sekunden herunterladen, eine Pokemon-Go-App sogar nur in einer Sekunde, sagte Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. „Wir machen Tempo.“

In größeren Städten gilt inzwischen mit LTE die vierte Mobilfunkgeneration als Standard (4G), in der Branche schielt man bereits auf die nächste Gschwindigkeitsstufe 5G, die voraussichtlich 2020 erreicht werden kann. Auf dem Weg dorthin macht Vodafone mit dem neuen Standard 4,5G sozusagen einen Zwischenschritt. Schon bis zum Herbst will der Telekom-Konkurrent ein Tempo von 525 Megabit pro Sekunde erreichen, zur Weihnachtszeit wolle man die „Schallmauer von einem Gigabit pro Sekunde durchbrechen“, kündigte Ametsreiter an.

Allerdings können von der höheren Geschwindigkeit zunächst nur wenige Kunden profitieren. Der LTE-Turbo werde aktuell nur von zwei Smartphone-Topmodellen von Samsung (Galaxy S7 und S7-Edge) unterstützt, heißt es. Andere Hersteller würden jedoch bald folgen. Nach Angaben von Vodafone sollen innerhalb der nächsten sechs Monate – das richtige Endgerät vorausgesetzt – zwischen 5 und 10 Prozent der eigenen Kunden in den sogenannten „Red-Tarifen“ den neuen 4,5G-Standard nutzen können.

Die Ankündigung von Vodafone hat gestern offenbar die Wettbewerber aufgeschreckt. Bereits am Morgen teilte Telefonica Deutschland (Marke O2) mit, dass man gemeinsam mit dem chinesischen Technologie-Konzern Huawei in München ein „Pilot-Netz mit dem Mobilfunk-Turbo 4,5G“ starte. Das neue Netz rund um das Olympia-Gelände sei allerdings noch nicht für Kunden zugänglich. Im nächsten Jahr will Telefonica Geschwindigkeiten von bis zu 1,2 Gigabit pro Sekunde anbieten – vor allem an Orten mit hoher Konzentration an Smartphone- oder Tablet-Nutzern wie Bahnhöfen, Flughäfen, Stadien und Festivals.

Die Deutsche Telekom möchte sich mit Zwischenschritten nicht aufhalten – und zielt bereits auf die fünfte Mobilfunkgeneration: „Unser Fokus ist ganz auf 5G ausgerichtet“, sagte ein Unternehmenssprecher. Der Bonner Konzern und der Berliner Senat wollen dafür ein Testfeld in der Hauptstadt errichten – nach einem Mobilfunkausrüster als Partner wird offenbar noch gesucht.

Auch Vodafone arbeitet bereits am nächsten Standard. Dazu gebe es eine Kooperation mit Wissenschaftlern der Technischen Universität Dresden, zudem seien 600 eigene Forscher mit der Aufgabe betraut. Noch aber gebe es viele Fragezeichen mit Blick auf die Technik, die der fünften Generation des Mobilfunks einmal zugrunde liegen soll. „Die Standardisierung ist noch nicht geschehen“, sagte Deutschland-Chef Ametsreiter.

Die Leistungskraft der Mobilfunkstationen ist wichtig angesichts der wachsenden Datenmengen, die über Smartphones getauscht werden – dazu gehören das datenfressende Musik- und HD-Video-Streaming oder Augmented-Reality-Apps wie Pokémon-Go.

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