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Auch die Volksbank streicht das Gratiskonto

Nach der Sparkasse Auch die Volksbank streicht das Gratiskonto

Nach der Sparkasse Hannover schafft auch die Hannoversche Volksbank ihr kostenloses Girokonto ab: Von Oktober an werden die Kunden mit 2,50 Euro im Monat zur Kasse gebeten.

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Quelle: dpa

Hannover. „Die andauernde Niedrigzinsphase stellt nicht nur die Sparer und Anleger vor besondere Herausforderungen“, sagte Vorstandsmitglied Matthias Battefeld am Montag. Auch die Filialbanken hätten darunter zu leiden, „weil die Erträge aus dem Zinsgeschäft deutlich schrumpfen werden“.

Das bisherige „Gratis“-Konto heißt künftig „Aktiv“-Konto. Es richtet sich an Kunden, die ihre Bankgeschäfte online erledigen. Um die Vorteile des „Gratis“-Kontos nutzen zu können, forderte die Volksbank bisher einen monatlichen Eingang von mindestens 1000 Euro. Das sei künftig nicht mehr der Fall, hieß es gestern. Für Kunden, die ihre Finanzen nicht über das Internet regeln, bietet die Bank ein „Individualkonto“ an. Dieses kostet künftig 3,50 Euro und damit einen Euro mehr als bisher. Für Überweisungen - online oder am Schalter - kommen noch Gebühren hinzu. Die Kosten für das „Komfortkonto“ bleiben nach Angaben der Bank mit 6,50 Euro konstant. Die Gebühr für die Bankcard steige für alle Kunden von 5 auf 12 Euro im Jahr, hieß es.

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Bei der Sparkasse Hannover haben die Abschaffung des kostenlosen Girokontos und weitere Preiserhöhungen zu einem Kundenschwund geführt. Es gebe mehr Abflüsse und Kontoschließungen als gewöhnlich, hieß es kürzlich. Konkrete Zahlen nennt das Kreditinstitut nicht. Die Sparkasse hat die Preise deutlich erhöht: Die Standardgebühr beträgt jetzt 7 Euro monatlich - das gilt auch für die zuvor kostenlosen Online-Girokonten. Für Neukunden gilt die Preisanhebung seit Mai, für Altkunden seit Juli.

Alle Banken haben mit der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank zu kämpfen. Weil die Kredite für die Kunden immer billiger werden, gerät die sogenannte Zinsmarge zunehmend unter Druck. Den Banken bleiben zwei Alternativen: Sie können die Einlagenzinsen unter 0 Prozent senken oder an der Gebührenschraube drehen. Die Institute entscheiden sich bisher für die zweite Möglichkeit.

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