Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Volkswagen baut 2011 so viele Autos wie seit Jahrzehnten nicht mehr
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Volkswagen baut 2011 so viele Autos wie seit Jahrzehnten nicht mehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:21 17.07.2011
Von Lars Ruzic
Anzeige
Wolfsburg

„Noch vor wenigen Jahren hätte niemand gedacht, dass wir so schnell dorthin kommen würden.“ Zuletzt gab es nach Angaben einer VW-Sprecherin im Nach-Wende-Boomjahr 1992 höhere Produktionszahlen.

Tausende Beschäftigte werden in den kommende Woche startenden Werksferien weiterarbeiten. Gleichzeitig wird die Fertigung optimiert, so dass anschließend der Tagesausstoß um 150 auf 3800 Autos angehoben werden kann. Das entspräche dann zweieinhalb Autos in der Minute. Schon jetzt ist das Werk nicht mehr weit entfernt vom darstellbaren Produktionsmaximum. Fiebig hält jedoch mittelfristig auch eine weitere Anhebung der Kapazitätsgrenzen für machbar. „Ich arbeite daran“, sagte er.

Ohnehin hat sich das Volkswagenwerk ein ambitioniertes Investitionsprogramm auf die Fahnen geschrieben, das die Fertigung flexibler und leistungsfähiger machen soll. „Wir machen das Werk jetzt fit für die Produktion der kommenden 15 Jahre“, so der Werkschef. Mehr als 2 Milliarden Euro sind in der aktuellen Fünf-Jahres-Planung für Wolfsburg vorgesehen. Allenthalben wird erweitert, selbst neue Parkplätze sind im Gespräch. Die Expansion des Konzerns spiegelt sich dabei auch in einem Wachstum der administrativen Bereiche wider. Heute arbeiten in Wolfsburg rund 65.000 Menschen für Volkswagen, nur etwas mehr als ein Drittel davon in den Fertigungshallen.

In Wolfsburg laufen der Golf sowie die von dem Klassiker abgeleiteten Modelle Touran und Tiguan vom Band. Sie sind derzeit stark nachgefragt und kommen nach Studien inzwischen auf Lieferzeiten von bis zu acht Monaten. Die Marke VW Pkw hatte im ersten Halbjahr weltweit erstmals mehr als 2,5 Millionen Fahrzeuge verkauft. Als stärkste Wachstumsregion mit einem Plus von mehr als 42 Prozent erwies sich dabei Zentral- und Osteuropa, einer der Kernmärkte des Wolfsburger Werks.

Wachstum in Hannover: Auch VW Nutzfahrzeuge verzeichnet derzeit kräftige Zuwächse. Nach Konzernangaben stieg der Absatz der hannoverschen Marke im ersten Halbjahr um 29 Prozent auf rund 260.000 Fahrzeuge. In Zentral- und Osteuropa legten die Modelle Transporter, Caddy, Crafter und Amarok sogar um gut 53 Prozent zu. Auch bei VWN sorgen die Zuwächse für eine Anhebung der Produktionsziele. Wie berichtet, sollen nun 147.000 anstelle der bislang geplanten 135.000 Transporter in Hannover vom Band laufen. Im Herbst will der Standort dafür auf ein Drei-Schicht-System umstellen. Dafür sollen nach den Werksferien 700 Leiharbeiter an Bord genommen werden.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Simulationssysteme in Freizeitparks bieten immer mehr Nervenkitzel. Das Unternehmen Simtec am Forschungsflughafen Braunschweig, einer der europaweit führenden Hersteller, hat jetzt ein „Fliegendes Theater“ entwickelt. Simtec baut ansonsten Flug- und Fahrsimulatoren.

17.07.2011

Lange Zeit galt der Metronom als gelungenes Beispiel für den Wettbewerb auf der Schiene. Service und Verlässlichkeit lockten viele Menschen in die blau-gelben Bahnen. Ständige Streiks und ein Lokführermangel bringen den Erfolgszug ins Ruckeln.

16.07.2011

Wegen des erneuten Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer bei der Regionalbahn Metronom sind am Sonnabend 70 Prozent der Verbindungen ausgefallen. Für die betroffenen Strecken in Niedersachsen, Bremen und Hamburg wurde ein Notfahrplan eingerichtet.

16.07.2011
Anzeige