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Niedersachsen Volkswagen produziert beim russischen Autobauer GAZ
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Volkswagen produziert beim russischen Autobauer GAZ
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17:07 14.06.2011
Volkswagen reagiert auf die starke Nachfrage im russischen Automarkt.
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Wolfsburg

GAZ werde dabei die Produktion der Modelle Volkswagen Jetta, Skoda Octavia und Skoda Yeti für den russischen Markt übernehmen. Der erste Skoda soll Ende 2012 vom Band laufen.

Volkswagen reagiert damit auf die stark wachsende Nachfrage im russischen Automobilmarkt. In den ersten fünf Monaten 2011 hatten die Wolfsburger allein von der Kernmarke 34.400 Autos in Russland ausgeliefert, fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.

VW-Chef Martin Winterkorn sagte, der russische Markt sei einer der Wachstumsmotoren für die Autoindustrie. Durch den kurzfristigen Ausbau der Produktionskapazitäten gemeinsam mit GAZ werde der VW-Konzern seine Position in diesem Schlüsselmarkt deutlich stärken.

In die Produktion bei GAZ in Nischni Novgorod sollen rund 200 Millionen Euro fließen. Die Mittel dienen zur Erweiterung und Modernisierung vorhandener Fertigungsanlagen in den Bereichen Lackiererei und Montage sowie zum Aufbau eines neuen Karosseriebaus.

Mittelfristig will der VW-Konzern seine Produktion in Russland auf 300.000 Autos im Jahr ausweiten. Hintergrund ist auch eine Richtlinie der russischen Regierung, nach der ausländischen Herstellern Steuererleichterungen bei der Einfuhr von Teilen gewährt werden, wenn sie mindestens 300.000 Fahrzeuge aus lokaler Produktion im Jahr auf den Markt bringen. Das bestehende VW-Werk in Kaluga südwestlich von Moskau hat eine Kapazität von rund 150.000 Autos. Dort fertigen gut 3000 Beschäftigte die Modelle VW Tiguan und Polo sowie den Skoda Fabia und Octavia.

2010 hatte Volkswagen seinen Absatz im russischen Markt um rund 40 Prozent gesteigert und mehr als 130.000 Fahrzeuge verkauft - 95.000 davon wurden in Kaluga gefertigt. Die russische Regierung forciert seit längerem Partnerschaften mit westlichen Autobauern, um den immensen Bedarf an Autos zu befriedigen und die eigene Industrie zu modernisieren. Auch Zulieferer rücken nach. So plant etwa der Reifenhersteller Continental, ebenfalls in Russland eine eigene Produktion aufzubauen.

dpa

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