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Niedersachsen 6000 VWN-Mitarbeiter legen Arbeit nieder
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen 6000 VWN-Mitarbeiter legen Arbeit nieder
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15:17 01.02.2018
Über 6000 Mitarbeiter von VW Nutzfahrzeuge haben laut IG Metall am Donnerstag gestreikt. Quelle: Rainer_Droese
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Hannover/Wolfsburg

 Mehr als 6000 Beschäftigte haben am Donnerstagvormittag bei Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) in Hannover-Stöcken für rund eineinhalb Stunden die Arbeit niedergelegt. Das teilte die IG Metall mit. „Die Produktion stand still“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Auch die Beschäftigten der Volkswagen-Werke in Wolfsburg, Salzgitter, Braunschweig, Kassel und Emden legten zeitweise die Arbeit nieder.

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Warnstreik: Mitarbeiter von VW Nutzfahrzeuge in Hannover-Stöcken haben ihre Arbeit niedergelegt.

In Hannover arbeiten über 14.000 Menschen für VWN und andere Bereiche des Volkswagen-Konzerns. Am Warnstreik habe sich nur die Frühschicht beteiligen können, teilte die IG Metall mit. Die Beteiligung sei „ausgezeichnet“ gewesen. 

Die Gewerkschaft will mit den Warnstreiks den Druck auf VW in der aktuellen Verhandlungsrunde erhöhen. Der niedersächsische Bezirksleiter Thorsten Gröger bezeichnete das jüngste VW-Angebot an die Arbeitnehmer als „Mogelpackung“.  

Osterloh droht mit weiteren Streiks

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh kündigte an, den Ausstand deutlich auszuweiten. „Zur Not werden wir den halben Konzern zum Stillstand bringen“, sagte Osterloh am Donnerstag in Wolfsburg. Die Komponentenwerke belieferten alle Konzernmarken, sagte Osterloh vor mehreren Tausend Beschäftigten. Man werde nicht zögern, weitere Warnstreiks zu planen. 

 Am Dienstag war die dritte Verhandlungsrunde um den Haustarif ergebnislos beendet worden. Volkswagen hatte ein verbessertes Angebot vorgelegt, das eine zweistufige Tariferhöhung um 3,5 und 2 Prozent bei einer Gesamtlaufzeit von 30 Monaten vorsieht. Der Verhandlungsführer und Personalchef der Marke Volkswagen, Martin Rosik, mahnte, Wettbewerbsfähigkeit und Kostendisziplin seien Voraussetzung für zukunftsfeste Jobs. Die Gewerkschaft hatte 6 Prozent mehr Geld gefordert, zudem eine Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung sowie eine Garantie für den Erhalt von Ausbildungsplätzen.

Von Christian Wölbert und Thomas Strünkelnberg

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