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Wellen, Blöcke und Varianten

Was wird aus meinem VW? Wellen, Blöcke und Varianten

Nun ist es also soweit: VW ruft die ersten Autos zurück. Wie 2,4 Millionen Kunden bundesweit ist auch HAZ-Redakteur Enno Janssen vom VW-Skandal betroffen. Er hält Sie aus Kundensicht über den Stand der Dinge auf dem Laufenden – und freut sich über Ihre Hinweise und Fragen.

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Wie geht's weiter? Enno Janssen und sein VW.

Quelle: HAZ

Der Amarok macht den Anfang bei der Rückrufaktion – es geht dabei um deutschlandweit rund 8000 Wagen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erteilte dem Konzern nach einigem Hin und Her die Freigabe, um eine neue Software für das Pick-up-Modell aufzuspielen. Für andere betroffene Modelle werde das Verfahren noch immer geprüft.

Doch warum ausgerechnet der Amarok? Welche Strategie verfolgt VW mit seinem Timing? Vermutlich fangen die Wolfsburger mit dem in Deutschland am wenigsten verkauften VW-Modell an, um zu testen, wie sich der Andrang in den Werkstätten überhaupt bewältigen lässt. Oder will VW auf diese Weise kurzfristig Erfolge erzielen, um die Kunden der zahlenmäßig aufwendiger und technisch schwieriger nachzubessernden Fahrzeuge zunächst zu beruhigen?

Nach dem Amarok will VW die ersten Varianten der Passat-Diesel mit 2,0 Litern Hubraum in die Werkstätten rufen. Die ersten Passat-Halter werden also frühestens im Februar Post bekommen. Wann genau die übrigen Passat an der Reihe sind, ist noch unklar. Auch zum Verkaufsschlager Golf gibt es noch keine Details. VW wolle aber möglichst „zeitnah“ informieren.

Aber was heißt „zeitnah“? Eigentlich wollte Volkswagen längst alle betroffenen Halter in einem ersten allgemeinen Brief darüber informieren, dass für ihren Wagen ein Rückruf vorgesehen ist. In einem zweiten Brief wollte VW dann die Kunden bitten, einen Termin in einem frei zu wählenden VW-Partnerbetrieb zu vereinbaren. Doch jetzt heißt es, VW plane, die Halter in „mehreren Wellen“ anzuschreiben und die diversen Modelle und Varianten in „Blöcken“ abzuarbeiten. Das geschehe nach technischen Gesichtspunkten und in Abstimmung mit dem Kraftfahrt-Bundesamt, erklärt Volkswagen. Dabei seien unter anderem die Motorleistungsstufe oder Getriebevariante wichtige Faktoren. Die Wellen und Blöcke seien nicht einheitlich nach Marken oder Modellfamilien geordnet.

Wellen? Blöcke? Varianten? Was ist denn nur so schwer daran, zunächst alle betroffenen Kunden anzuschreiben? Vermutlich gibt es noch immer Fahrzeughalter, die nicht einmal wissen, dass sie betroffen sind. Da hilft es nicht gerade, dass der Bereich „Aktuelle Kundeninformation“ auf der VW-Homepage noch immer auf dem Stand vom 16. Dezember ist.

Zugegeben – es handelt sich um eine große logistische Herausforderung. Doch muss es jetzt nicht darum gehen, das Vertrauen der Kunden wieder herzustellen?

Was haben Sie mit VW erlebt? Schreiben Sie Enno Janssen an meinvw@haz.de

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