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Weniger Verbraucherpleiten in Niedersachsen

Privatinsolvenz Weniger Verbraucherpleiten in Niedersachsen

Niedriges Einkommen, Erwerbsunfähigkeit, Krankheit oder eine Minirente - Privatpleiten können viele Ursachen haben. In Niedersachsen geht die Zahl der Insolvenzen von Privatpersonen zwar zurück. Regional gibt es aber große Unterschiede.

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Die Zahl der Privatinsolvenzen in Niedersachsen ist rückläufig. 

Quelle: Alexander Heinl/dpa

Hannover. Die Zahl der Verbraucherpleiten in Niedersachsen ist weiter rückläufig. Die einzelnen Regionen des Landes sind aber unterschiedlich stark betroffen: Die meisten Privatinsolvenzen in Bezug auf die Zahl der Einwohner gab es im vergangenen Jahr in Delmenhorst.

In der Stadt zwischen Oldenburg und Bremen leben rund 80.000 Menschen, nach der Erhebung des Landesamtes für Statistik wurden dort 27,4 Verbraucherpleiten je 10.000 Einwohner angemeldet. Das waren fast doppelt so viele wie im Landesdurchschnitt. Im Schnitt wurden in Niedersachsen 14,3 Pleiten je 10.000 Einwohner registriert.

Die Gründe für Privatinsolvenzen seien vielfältig, berichtete eine Schuldnerberaterin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Delmenhorst. Große Probleme bereiteten vor allem niedrige Einkommen, Arbeitslosigkeit und krankheitsbedingte Erwerbsunfähigkeit, aber auch kleine Renten, besonders bei verwitweten Frauen. Betroffen von einer Privatpleite sind in Delmenhorst nach Worten der Schuldnerberaterin aber auch überdurchschnittlich häufig alleinerziehende Mütter.

Relativ hohe Quoten bei Privatpleiten gab es auch in der Stadt Wilhelmshaven (23,0) sowie den Landkreisen Celle (22,3), Holzminden (22,0), Hameln-Pyrmont (20,9) und Uelzen (20,2). Die in Relation wenigsten Privat-Pleiten wurden in der Grafschaft Bentheim (5,2) sowie in den Landkreisen Ammerland (7,4), Gifhorn (8,5) und Osterholz (9,2) angemeldet.

Ein allgemeingültiges Rezept zur Verhinderung von Privatpleiten gibt es nach den Erfahrungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Delmenhorst nicht. Betroffene müssten sich aber klar machen, dass bereits ein überzogenes Girokonto bedeute, dass man Schulden mache, sagte die Expertin. Manche Pleite könne auch verhindert werden, wenn erst gespart und dann gekauft werde, sagte die Schuldnerberaterin. Es treffe allerdings nicht zu, dass Menschen generell nicht mit Geld umgehen könnten, wenn sie Insolvenz beantragen müssten.

Aus Sicht des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums kann man aus der Zahl der Privatinsolvenzen nicht direkt auf die Wirtschaftskraft einzelner Städte oder Landkreise schließen. "Die regionalen Unterschiede sind zwar auffällig", sagte Sprecher Stefan Wittke. Verlässliche Rückschlüsse auf Probleme einer Region ohne die Betrachtung weiterer Faktoren seien aber nicht möglich.

Landesweit wurden im vergangenen Jahr 11.220 Privatpleiten registriert, gut drei Prozent weniger als 2014. Das Instrument der Verbraucherinsolvenz war 1999 eingeführt worden. Die Zahl der angemeldeten Privat-Insolvenzen in Niedersachsen war danach schrittweise bis auf rund 14.500 im Jahr 2010 gestiegen. Seither geht sie langsam wieder zurück.

lni

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