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Niedersachsens Wirtschaft in Sorge

Schwache Konjunktur Niedersachsens Wirtschaft in Sorge

In der niedersächsischen Wirtschaft macht sich Pessimismus breit. Die Auftragslage hat sich im dritten Quartal deutlich verschlechtert, erstmals seit anderthalb Jahren rechnen mehr Firmen mit schlechteren Geschäften als mit besseren.

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Die Wirtschaft in Niedersachsen lahmt - mehr als anderswo.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover . Der von der IHK Hannover auf der Basis von 1700 Befragungen erhobene Konjunkturindikator ist um neun auf 109 Punkte abgesackt. „Zur Investitionsschwäche kommt nun auch noch eine Nachfrageschwäche“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Horst Schrage. „Das macht uns Sorge.“

Die Entwicklung dürfte mittelfristig nicht ohne Folgen für den Arbeitsmarkt bleiben. Fast jeder fünfte befragte Unternehmer oder Manager will in seinem Betrieb in den kommenden Monaten Stellen streichen. Dem stehen lediglich 15 Prozent gegenüber, die noch Personal aufbauen wollen. Vor drei Monaten war das Verhältnis fast genau umgekehrt. „Die Beschäftigungsplanungen sind ein deutliches Zeichen für die Unsicherheit auf dem Markt“, so Schrage.

„Der eigentliche Knackpunkt“ für die verschlechterte Lage seien die ausbleibenden Aufträge in der Industrie, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Nur noch jeder fünfte Betrieb berichtet von einer positiven Entwicklung bei den Auftragseingängen, bei jedem dritten steht dagegen ein Minus zu Buche. Die Krisenregionen der Welt seien aufgrund ihrer geringen Bedeutung für die niedersächsische Wirtschaft dabei nicht der entscheidende Faktor, so Schrage. Vielmehr hätten sich die Hoffnungen auf ein Comeback der Euro-Zone nicht erfüllt.

Hinzu komme nun noch eine Nachfrageschwäche im Inland. Sie habe sich in den Augen der Manager inzwischen zum größten Wachstumsrisiko für die Wirtschaft entwickelt. Darin spiegele sich vor allem die Investitionszurückhaltung wider, die das Land seit Monaten belastet. Schrage forderte deshalb „einen gezielten Investitionsimpuls“ von der Politik.

Wie schon die Industrieverbände fordert dabei auch der IHK-Hauptgeschäftsführer die Wiedereinführung der degressiven – also mit den Jahren fallenden – steuerlichen Abschreibung bei Investitionsgütern. „Das würde genau in den Branchen für Dynamik sorgen, die derzeit die zentralen Hemmschuhe für die Konjunktur sind.“ In den Krisenjahren 2009 und 2010 hatte die Bundesregierung zuletzt eine degressive Abschreibung ermöglicht. Damals konnten die Firmen bis zu 25 Prozent des Kaufpreises etwa von Maschinen absetzen und so schon in den ersten Jahren den Löwenanteil der Anschaffungskosten geltend machen.

Die Schwäche der Industrie wirkt sich inzwischen auf andere Branchen aus. Sowohl der Groß- und Außenhandel wie auch das Verkehrsgewerbe berichteten von schlechteren Geschäften, sagte Schrage. Auch bei den unternehmensnahen Dienstleistern habe der Schwung zuletzt nachgelassen. Lediglich der Bausektor und der Einzelhandel seien mit ihrer Situation noch zufrieden.

Die Banken in Niedersachsen belaste neben den Niedrigstzinsen derzeit auch die Unsicherheit über die Ergebnisse des Stresstests, die die Europäische Zentralbank Ende Oktober präsentieren wird. Bei den Krediten seien die Institute derzeit deshalb vorsichtiger geworden, sich Risiken ins Haus zu holen. Eine „Kreditklemme“ gebe es gleichwohl nicht.

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