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Zahl der Exporte in die Türkei gestiegen

Experten erwarten Abwärtstrend Zahl der Exporte in die Türkei gestiegen

Die Geschäfte niedersächsischer Unternehmen mit der Türkei laufen trotz Terrorgefahr und der wirtschaftlichen Probleme des Landes noch gut. Allerdings erwarten Experten, dass die Exporte demnächst zurückgehen. Denn die Schwierigkeiten eines Landes machten sich im Außenhandel erst später bemerkbar.

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Hafen von Izmir: Die Exporte aus Niedersachsen in die Türkei sind 2016 um 15 Prozent gestiegen.

Quelle: Bernd Wüstneck

Hannover. Die Geschäfte niedersächsischer Unternehmen mit der Türkei laufen noch gut - trotz der Terrorgefahr, der wirtschaftlichen Probleme des Landes und der politischen Verwerfungen. Allerdings dürfte es jetzt bei den Exporten abwärtsgehen, erwartet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover. Begründung: Es dauere immer eine gewisse Zeit, bis sich die Schwierigkeiten eines Landes im Außenhandel bemerkbar machten.

Nach Angaben des IHK-Außenhandelsexperten Tilmann Brunner sind die Ausfuhren niedersächsischer Unternehmen in die Türkei in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich gestiegen. 2016 erreichten sie demnach einen Wert von 2,2 Milliarden Euro. Dies waren rund 15 Prozent mehr als im Jahr 2015. Im Fünfjahresvergleich errechnet sich sogar eine Steigerung von etwa 70 Prozent.

IHK bemerkt große Verunsicherung bei Unternehmen

Dass die Exporte „erstaunlicherweise“ auch im unruhigen Jahr 2016 deutlich zugenommen haben, erklärt die IHK-Experte mit den langen Bremsvorgängen im Außenhandel. „Die Geschäfte des Jahres 2016 wurden meist schon vorher angebahnt.“ Deshalb würden hier die Folgen des Putschversuches sowie der inneren Unruhen des Landes noch nicht sichtbar.

Allerdings bemerkt die Organisation eine große Verunsicherung bei den Unternehmen, die dort tätig sind. Dies liege zum Beispiel daran, dass plötzlich bisherige Ansprechpartner nicht mehr da sind, aber auch an der Gefahr von Terroranschlägen. „Man fährt nicht mehr so gerne dorthin“, sagte Brunner. Deutlich ablesbar sei das schwindende Interesse der niedersächsischen Wirtschaft an der Türkei an entsprechenden Anfragen bei der Kammer. Sie seien stark zurückgegangen, berichtet Brunner. Deshalb rechnet die IHK vom Jahr 2017 an mit stagnierenden oder rückläufigen Geschäftszahlen.

Unruhen belasten Wirtschaftsstandort Türkei

In Niedersachsens Exportstatistik dominieren Autos sowie Autoteile - dies gilt laut Brunner noch stärker für die Lieferungen in die Türkei. Dennoch dürften sich die Auswirkungen eines dortigen Geschäftseinbruchs in Grenzen halten. So macht etwa beim Continental-Konzern in Hannover das Türkei-Geschäft „deutlich weniger als ein Prozent“ des Umsatzes aus. Gleichwohl will ein Unternehmenssprecher die Probleme nicht kleinreden. „Wie alle Unternehmen benötigen auch wir verlässliche Rahmenbedingungen, um nachhaltig zu wirtschaften.“ Dabei komme es aber nicht so sehr auf „Äußerungen in Zeiten des Wahlkampfs, sondern auf die langfristigen Aussichten“ an. „Diese beobachten wir aus aktuellem Anlass entsprechend aufmerksam.

Die politische Entwicklung in der Türkei trifft auch einige Unternehmen der hannoverschen Beteiligungsgesellschaft Nord-Holding. So mache der starke Verfall der türkischen Lira den deutschen Unternehmen zu schaffen, sagt Nord-Holding-Chef Matthias Kues. Er beobachtet zudem eine Zurückhaltung bei den Investitionen und weist noch auf ein weiteres Problem hin: Deutsche Unternehmen täten sich zunehmend schwer, deutsche Mitarbeiter für ein Türkei-Engagement zu gewinnen.

Dass die Unruhen in der Türkei die Qualität des Landes als Standort für Geschäfte und Investitionen stark beeinträchtigt haben, zeigt sich auch am „Coface Political Risk Index“, den der französische Kreditversicherer Coface für 159 Länder erstellt. Demnach rangiert die Türkei hier nun in der Staatengruppe mit „hohem politischen Risiko“ - gleich hinter der Westbank und dem Gazastreifen und noch vor Algerien.

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