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Zulieferer setzt Investition in Stadthagen aus

Faurecia Zulieferer setzt Investition in Stadthagen aus

Der Umbruch in der Automobilindustrie zeigt erste Auswirkungen bei den Zulieferern in Niedersachsen. Der französische Faurecia-Konzern hat den geplanten Bau seiner neuen Forschungs- und Entwicklungszentrale in Stadthagen vorerst auf Eis gelegt.

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Quelle: dpa/Archiv

Stadthagen. Stattdessen werde sich das Unternehmen in den kommenden Monaten „darauf konzentrieren, weitere Maßnahmen zu entwickeln, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes zu sichern“, teilte Faurecia am Freitagabend mit, ohne Details zu nennen. Stadthagen ist der Sitz des europäischen Autositz-Geschäfts von Faurecia. Einer der größten Kunden ist Volkswagen.

Autohersteller und Zulieferer stünden vor großen Herausforderungen - durch veränderte Kundenanforderungen, technologische Veränderungen und einen aggressiven Wettbewerb. „Diese Situation hat sich in den letzten Monaten verschärft - was dazu führt, dass Faurecia seine Prioritäten für den Standort Stadthagen neu setzen muss“, heißt es in der Mitteilung.

Konzern und Belegschaft hatten sich erst im Frühjahr auf ein umfassendes Modernisierungsprogramm für Stadthagen geeinigt. Vorausgegangen war ein zähes Ringen um Zugeständnisse der Belegschaft. Die IG Metall willigte schließlich ein, dass in dem Entwicklungszentrum jeder dritte der 900 Beschäftigten künftig 40 Stunden in der Woche arbeiten kann. Im Flächentarifvertrag liegt die Höchstgrenze bei 18 Prozent der Beschäftigten. Im Gegenzug wollte der Konzern in den Standort, an dem seit Jahren Personal abgebaut wird, rund 25 Millionen Euro investieren.

Diese Abmachung gilt vorerst nicht mehr. Man werde „die geplanten Investionen am Standort ruhen lassen“, erklärte Faurecia. Das Unternehmen werde Produktentwicklungen zurückfahren und Kosten senken. Bis Mitte 2017 sollen erste Ergebnisse vorliegen, „auf deren Grundlage die Planungen für den Standort dann weitergeführt werden“.

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