Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Viele Erntehelfer könnten den Job verlieren

Mindestlohn Viele Erntehelfer könnten den Job verlieren

In Landwirtschaft und Gartenbau müssen die Betriebe dieses Jahr 7,40 Euro je Stunde zahlen. Von den rund 5000 Arbeitern in den Obstanbaugebieten in und um das Alte Land könnten bis zu zehn Prozent ihre Arbeit.

Voriger Artikel
„Wir werden jede Schule aufsuchen“
Nächster Artikel
Conti steigert Gewinn um ein Fünftel

Auf einer Apfelplantage liegen frisch geerntete Äpfel in einer Sammelbox.

Quelle: Patrick Pleul

Hannover. Der Mindestlohn wird zahlreiche Erntehelfer den Job bei niedersächsischen Obstbauern kosten. „Es wird die schlechten Erntehelfer treffen“, sagte Bernd Eckhoff von der Fachgruppe Obstbau des Niedersächsischen Landvolkes. Bei ihnen lohne es sich oft nicht, den Mindestlohn zu zahlen. In der Landwirtschaft und im Gartenbau wird der Mindestlohn ausnahmsweise in Etappen eingeführt. Seit diesem Jahr müssen die Betriebe in den alten Bundesländern 7,40 Euro je Stunde zahlen, von 2017 an sind dann 8,60 Euro fällig.

Von den rund 5000 Arbeitern in den Obstanbaugebieten in und um das Alte Land verlören deshalb voraussichtlich bis zu zehn Prozent ihre Arbeit, schätzte Eckhoff. Bisher haben die Erntehelfer, die meist Saisonarbeiter aus Polen und Rumänien sind, laut Eckhoff im Schnitt 7 Euro verdient. Lohnkosten machen demnach mehr als 50 Prozent bei den Obstbauern aus. Die Saison beginnt im April mit der Spargelernte.

Obstbauern könnten die höheren Lohnkosten auf die Preise aufschlagen. „Versuchen wird man das. Das ist normales Geschäftsgebaren“, sagte Eckhoff. Allerdings bedeute dies nicht, dass mit dem Mindestlohn die Preise für niedersächsisches Obst steigen. Andere Faktoren wie beispielsweise besonders gute oder schlechte Ernten hätten einen viel größeren Einfluss auf den Preis.

Auch der Hessische Bauernverband kritisierte den Mindestlohn. „Der wird uns 2015 Schwierigkeiten machen. Wir sind einfach nicht konkurrenzfähig. Wir können die Lohnkosten nicht auf unsere Preise aufschlagen“, sagte Verbandspräsident Friedhelm Schneider. Der Grund dafür seien Konkurrenzprodukte aus dem Ausland, wo es keinen Mindestlohn gebe.

Valentin Frimmer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Wirtschaftsforscher mahnen zur Vorsicht

Seit knapp einem halben Jahr gilt in Deutschland flächendeckend ein Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Bis auf einige Branchen vor allem in Ostdeutschland sind bisher kaum negative Auswirkungen zu spüren. Doch Experten mahnen zur Vorsicht.

mehr
Mehr aus Niedersachsen

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

CEWE STIFT.KGAA... 78,90 -1,25%
CONTINENTAL 165,61 -0,46%
DELTICOM 16,30 -1,24%
HANNO. RÜCK 99,50 +0,47%
SALZGITTER 30,76 -1,03%
SARTORIUS AG... 68,75 -0,36%
SYMRISE 56,29 +1,17%
TALANX AG NA... 29,91 -0,02%
TUI 12,35 -0,80%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
DAX
Chart
DAX 10.529,50 +0,15%
TecDAX 1.687,00 +0,03%
EUR/USD 1,0673 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Stabilitas PACIFIC AF 140,74%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr