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Technicolor schließt Standort Hannover

Telefunken-Nachfolger Technicolor schließt Standort Hannover

Ende März schließt der französische Elektronik-Konzern Technicolor seine Niederlassung in Hannover.  IG Metall und Konzern sind sich jetzt einig: Die Mitarbeiter erhalten eine Abfindung und das Angebot, für maximal ein Jahr in eine Transfergesellschaft zu wechseln.

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Die letzte Abteilung von Technicolor in Hannover wird nun auch geschlossen.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Der französische Elektronik-Konzern Technicolor schließt seine Niederlassung in Hannover Ende März. Die rund 90 Beschäftigten der „Deutschen Thomson oHG“, wie der Telefunken-Nachfolger offiziell heißt, verlieren ihren Arbeitsplatz. Die Pläne waren bereits im Januar bekannt geworden. Jetzt einigte sich die IG Metall mit dem Unternehmen in einem Schlichtungsverfahren, wie die Gewerkschaft gestern mitteilte. „Die Entscheidung ist nicht nachzuvollziehen, da Technicolor 2015 satte Gewinne erzielt hat“, sagte ein IG-Metall-Sprecher.

Technicolor schließt die letzte Abteilung, die vom einst großen Technikkonzern Telefunken in Hannover übrig geblieben ist.

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Die Mitarbeiter erhalten den Angaben zufolge eine Abfindung und das Angebot, für maximal ein Jahr in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Auch nach der Betriebsschließung sei die Auszahlung der Betriebsrenten für frühere Telefunken-Beschäftigte gesichert, teilte die Gewerkschaft mit. Technicolor ist aus dem ehemaligen Staatsunternehmen Thomson hervorgegangen, das 1983 Telefunken übernommen hatte. Der Konkurrenz aus Fernost konnte der Konzern nicht trotzen: 1997 musste die Fernsehgeräteproduktion in Celle schließen.

Betroffen von dem Aus für den Standort Hannover sind vor allem Ingenieure und Software-Entwickler, allesamt mit langer Betriebszugehörigkeit. Für sie neue Jobs zu finden werde nicht leicht, hieß es bei der IG Metall. Die hiesige Niederlassung hat für Technicolor vor allem Entwicklungsarbeit geleistet, etwa an Dateiformaten für Musik- und Videoübertragung wie MP3 oder MPEG-2. Im Jahr 2014 erwirtschaftete die Deutsche Thomson 15,3 Millionen Euro Umsatz, gleichzeitig zahlte sie 18,4 Millionen Euro für Löhne und Betriebsrenten. jen

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Technicolor zieht sich zurück
Frühere Telefunken-Produktion in Celle: Eine Kapazität von einer Million TV-Geräten, als die Schließung verkündet wurde.  Foto: Wilde/Archiv

Einst hatte Telefunken in Hannover und Celle Tausende Beschäftigte. Doch der Strukturwandel in der Unterhaltungselektronik hat zu einem schnellen Niedergang des Traditionsunternehmens geführt. Nun schließt Technicolor – so heißt Thomson inzwischen – den letzten operativen Standort in Hannover.

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