Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
CeBIT 2009 CeBIT hilft Ausstellern gegen Plagiate
Nachrichten Wirtschaft Themen CeBIT 2009 CeBIT hilft Ausstellern gegen Plagiate
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:55 04.03.2009
Von Helmuth Klausing
Neuer Umgang mit Produktfälschungen: Die CeBIT hat eine Schlichtungsstelle eingerichtet. Quelle: Nigel Treblin/ddp
Anzeige

Das chinesische Handelsministerium hat zusammen mit der EU-Kommission eine Schlichtungsstelle während der CeBIT eingerichtet, die mit chinesischen und europäischen Fachleuten besetzt ist.

Das ist die Konsequenz aus Erfahrungen vom vergangenen Jahr. Damals hatten Zoll und Polizei in Razzien vor allem Stände asiatischer Aussteller durchsucht und viele wegen Plagiatsverdachts geschlossen. In Asien reagierte man verärgert über die spektakulären öffentlichen Aktionen, die Zahl der Aussteller aus China, Hongkong und Taiwan habe sich nicht zuletzt deshalb auf rund 500 halbiert, heißt es bei der Messe AG.

Nun sollen Streitfälle unauffälliger gelöst werden. Im chinesischen Pavillon in Halle 19 stehen auch Deutsch sprechende Experten am „China IPR Desk“ zur Verfügung. „IPR“ ist die englische Abkürzung für „geistiges Eigentum“: „intellectual property right“. Aufgabe der Einrichtung sei es, den Geschädigten und den vermeintlichen Fälscher zusammenzubringen, um über den Fall zu reden, erklärte gestern Reza-René Mertens, Leiter der Rechtsabteilung der Deutschen Messe AG. Dann lasse sich klären, ob überhaupt eine Rechtsverletzung vorliegt. In der Vergangenheit hätten sich immer wieder auch Vorwürfe als haltlos erwiesen.

„Wir können nicht jeden Streit mit einem Gespräch aus der Welt schaffen, aber den Versuch ist es allemal wert“, sagte Mertens. Plagiate seien auf der CeBIT kein rein chinesisches, sondern ein internationales Problem. Umso mehr lobte Ewa Synowiec von der EU-Kommission China, das Thema auf der CeBIT anzugehen. „Wir sind noch nicht am Ende der Strecke, aber wir sind auf gutem Weg“, sagte sie.

Die EU hat 2007 ein Abkommen mit China geschlossen, um geistige Eigentumsrechte besser schützen zu können. Der bisher einmalige „IPR Desk“ auf der CeBIT ist Teil dieses Programms. Urheberrechtsstreitigkeiten seien schädlich für die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, sagte Chong Quan vom chinesischen Handelsministerium. Ihm gehe es aber darum, den Handel zu vertiefen. Der „China IPR Desk“ könne auch der CeBIT helfen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ganz am Ende, als er vor der Festgesellschaft in der Herrenhäuser Galerie seinen Dank ausdrücken wollte, sprach er wieder deutsch, pardon: österreichisch.

Stefanie Kaune 04.03.2009

Montags Genf, dienstags Hannover. Einen Tag nach dem Autosalon gab Popsängerin Pink der CeBIT die Ehre – mit einem bis kurz vor Beginn geheimgehaltenen Überraschungskonzert im Deutschen Pavillon auf dem Expo-Gelände.

Dirk Schmaler 04.03.2009

Wussten sie, wie man die Aufmerksamkeit von Arnold Schwarzenegger auch nicht erhaschen kann? Mit schwarzen-eckigen Sonnenbrillen.

Marina Kormbaki 03.03.2009
Anzeige