In letzter Minute füllt sich die CeBIT: Bisher hätten sich 4157 Unternehmen aus 68 Ländern angemeldet, berichtete Messe-Vorstand Ernst Raue am Montag in Hannover. Damit liegt die Zahl dennoch knapp unter den 4292 Unternehmen des vergangenen Jahres. Noch am Wochenende seien Anmeldungen gekommen, berichtete Raue: „Das habe ich so noch nicht erlebt.“ Die IT-Messe wird am kommenden Montagabend von Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet und endet am Sonnabend.
Vor einem Jahr hatte die CeBIT die Auswirkungen der Wirtschaftskrise bereits massiv zu spüren bekommen, auch für 2010 hielten sich die Firmen mit Reservierungen lange zurück. Noch Ende Dezember soll die Buchungslage äußerst trübe gewesen sein, gegenüber 2009 drohte ein Drittel Leerstand. Dank des Endspurts sind jetzt 184 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche verplant, nach rund 200 000 im vergangenen Jahr.
Langsam trauten sich die Unternehmen wieder an die IT-Investitionen heran, die sie seit Herbst 2008 aufgeschoben hätten, sagte Raue. Auch die zuletzt veröffentlichten Bilanzen amerikanischer IT-Konzerne lieferten insgesamt positive Überraschungen. Besucherprognosen wagt Raue allerdings schon lange nicht mehr, zumal die Messe um einen Tag verkürzt worden ist.
Trotz der jahrelangen Schrumpfung setze die Messe immer noch den Maßstab in der Branche, sagte Raue, der mittlerweile allerdings anderes für wichtiger hält: „Die alten Parameter gelten nicht mehr für die CeBIT“, sagte er. Immer wichtiger werden Kongresse, Firmenveranstaltungen und Themenhallen, während die Stände der Aussteller schrumpfen. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen: „Die CeBIT ist mehr als eine Messe“, sagt Raue.
Über 100 Aussteller kehrten in diesem Jahr nach einer CeBIT-Pause zurück, berichtete Raue, etwa AMD, Ericsson und Motorola. Knapp 300 Firmen seien erstmals dabei. darunter auch Google. Der Stand des Internetkonzerns im Themenbereich „Webciety“ ist zwar relativ klein, für Raue aber dennoch ein wichtiges Signal: „Es kommt drauf an, wer da ist.“
Die Branche erhoffe sich von der Messe das Signal zum Aufbruch, erklärte Harald Stoeber, Vorstandsmitglied des Branchenverbands Bitkom. Die Informations- und Kommunikationstechnik hinke der Konjunktur meist etwas hinterher, ein Aufschwung werde bei ihr erst Ende des Jahres ankommen. Umso wichtiger sei die CeBIT als Frühindikator. An Themen fehle es nicht: Mit dem Leitmotto „Connected Worlds“ treffe die Messe Trends wie Breitbandtechnik und mobiles Internet.
HAZ.de Anmeldung


Deutsche Bank / Realtime Indikation

Kommentare
ohne gestern kein morgen Mr. Win More – 02.03.10
Dieser Kommenater wurde von HAZ.de gelöschtBitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/nutzungsbedingungen