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CeBIT 2010 CeBIT in Hannover liegt noch knapp im Plus
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23:18 07.03.2010
Von Helmuth Klausing
Die CeBIT hat in diesem Jahr bisher etwas mehr Besucher angezogen als 2009. Quelle: Surrey

Angesichts des erneuten Wintereinbruchs sei nicht klar, wie viele Besucher zum CeBIT-Abschluss am Sonnabend in die Hallen strömten, sagte ein Sprecher der Messe. Der endgültige Besucherstand wird erst am Sonntag bekanntgegeben.

Die CeBIT war in diesem Jahr um einen Tag auf fünf Tage verkürzt worden. Ihr fehlt der vor allem vom Laienpublikum stark genutzte Messesonntag. Dabei soll es auch im nächsten Jahr bleiben, obwohl sich die CeBIT wieder mehr den einst verpönten Durchschnittsbürgern und Jugendlichen öffnen will. „Jetzt wollen wir auch den mündigen Endverbraucher hier haben“, sagte August-Wilhelm Scheer, Prädsident des Branchenverbands Bitkom.

Messe-Vorstand Ernst Raue stellte am Wochenende das neue Konzept der CeBIT vor. Demnach wird die Hightech-Messe in vier Bereiche aufgeteilt, die unterschiedliche Schwerpunkte haben. Im Bereich „CeBIT life“ sollen künftig die für Verbraucher besonders interessanten Themen versammelt werden. Es gehe dabei aber immer auch um Geschäftsmodelle, betonte Raue. Erstmals würden aber Anwender in die Gestaltung der CeBIT mit eingebunden. Die Aufteilung in vier Bereiche gebe der CeBIT „eine noch klarere Struktur“, sagte Raue. „Wir werden neue Zielgruppen ansprechen und unsere Spitzenposition ausbauen.“

Die ziehen in der Branche längst manche in Zweifel, nachdem die CeBIT in den vergangenen Jahren immer mehr Besucher und Aussteller verloren hatte und auch bei der Ausstellungsfläche enorm geschrumpft ist. In diesem Jahr standen erstmals sieben Hallen komplett leer. Zugleich konnten sich international Spezialmessen zu Themen wie etwa Unterhaltungselektronik und Mobilfunk etablieren, die einst die CeBIT mit abgedeckt hatte.

„Die Cebit muss sich wandeln – entweder zu einer reinen Geschäftskundenmesse werden oder sich voll auf Konsumenten fokussieren“, fordert etwa Jürgen Hermann, Finanzchef des Kölner Breitbandanbieters QSC. Microsoft-Deutschlandchef Achim Berg betont hingegen: „Es wächst doch alles zusammen – da ist es eine Illusion zu glauben, dass die kleinen Messen das Gesamtspektrum abdecken können.“

Die Veranstalter von der Deutschen Messe und der Branchenverband Bitkom zogen indes ein positives Fazit nach der 25. CeBIT. Die Messe habe der Branche „genau den Schub gegeben, den sie nach der Wirtschaftskrise braucht“, sagte Scheer. Investitionen im Wert von mehr als 10 Milliarden Euro seien in Hannover angeschoben worden, hieß es. Der Bitkom begrüße, dass die CeBIT mit der neuen Struktur „ihr Profil weiter schärft“.

Rund 4160 Unternehmen aus 68 Ländern waren in diesem Jahr zur CeBIT gekommen. Etwa 20 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland. Dabei seien aus den USA weniger Gäste gekommen als im Vorjahr, sagte Raue, dafür sei die Zahl der Besucher aus Asien allerdings gestiegen. Viele Hersteller aus Fernost nutzten die Messe, um ihre Produkte erstmals in Europa vorzustellen und hier Handelspartner zu finden.

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