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Telekom und Continental bringen Internet ins Auto

CeBIT Telekom und Continental bringen Internet ins Auto

Nächste „App-Fahrt“: Zukunft. Entwickler von Telekom und dem hannoverschen Autozulieferer Continental haben sich zusammengesetzt und ihre Version vom Auto der Zukunft entworfen. Dabei sieht der Wagen selbst verdächtig nach Passat CC aus, neu ist aber der Internetanschluss im Auto und die Möglichkeiten, die er eröffnet. „Das Auto ist das Wohnzimmer der Zukunft“, sagt Telekom-Vorstand Reinhard Clemens.

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Ein Hingucker: Der Auto-Linq-Wagen ist ein Publikumsmagnet am Telekom-Stand in Halle 4.

Quelle: Surrey

Wie wäre es, wenn das Auto auf der Fahrt in die Innenstadt gleich einen Parkplatz reservieren könnte? Wenn es die Öffnungszeiten einzelner Geschäfte wüsste? Und wenn es sich auf Knopfdruck vom behäbigen Spar- zum behänden Sportwagen wandeln könnte?

Das Auto, das die Deutsche Telekom in Halle 4 präsentiert, kann all dies – und noch viel mehr. Entwickler von Telekom und dem hannoverschen Autozulieferer Continental haben sich zusammengesetzt und ihre Version vom Auto der Zukunft entworfen. Dabei sieht der Wagen selbst verdächtig nach Passat CC aus, neu ist aber der Internetanschluss im Auto und die Möglichkeiten, die er eröffnet. „Das Auto ist das Wohnzimmer der Zukunft“, sagt Telekom-Vorstand Reinhard Clemens, Bequemlichkeit rücke immer mehr ins Interesse der Kunden und Käufer. Warum also das Auto nicht noch bequemer machen?

Mit Schrecken habe er in einer Umfrage gelesen, dass 42 Prozent der Nutzer ihr Internethandy auch während der Autofahrt benutzen, sagt Marcus Heitmann, Projektleiter der Telekom für das Internetauto. Also habe er nach Wegen gesucht, den Internetzugang mit einfacherer Bedienung ins Auto zu bringen – und für alle Verkehrsteilnehmer sicherer zu machen.

Das System, das Conti und Telekom jetzt den Autoherstellern anbieten, trägt den Namen Auto-Linq und bringt die bei Smartphones so beliebten Applikationen, die Apps, auf die Straße. Man sei schon mit verschiedenen Herstellern von Mittelklassefahrzeugen im Gespräch, bis das Onlineauto aber tatsächlich durch Deutschland rollt, könnten noch zwei bis drei Jahre vergehen, sagt Heitmann. Die Telekom liefert den Internetanschluss – jeder Wagen bekommt eine eigene SIM-Karte wie ein Handy. Das Internet lässt sich im Wagen per Sprache steuern. Tasten, die vom Fahren ablenken, müssen bei den wichtigsten Funktionen nicht gedrückt werden, E-Mails liest das System sogar vor.

Und die Conti-Techniker haben noch dafür gesorgt, dass sich das Fahrgefühl ändert. Wer beispielsweise vom Öko- in den Sportmodus wechselt, kann plötzlich sportlicher Schalten, mehr Gas geben und sieht Tacho und Drehzahlmesser in aggressivem Rot. Bis zur nächsten „App-Fahrt“.

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