Hannover. Die endgültige Besucherzahl wird es erst nach der Schließung am Abend geben, man liege aber „weit über 300.000“ und damit mindestens auf dem Niveau des Vorjahres, sagte Messe-Vorstand Ernst Raue. Für Raue war es die letzte CeBIT in dieser Funktion, die Ausstellung 2013 bereitet sein Nachfolger Frank Pörschmann vor.
Der ver.di-Streik am Donnerstag habe die Messe nicht wesentlich beeinträchtigt. Die CeBIT-Macher bedankten sich bei den Hannoveranern für ihre Hilfsbereitschaft und die „Roter Punkt“-Aktion. Tausende von Messegästen seien sei so auf das Gelände gekommen. „Die Menschen haben entschlossen hinter der CeBIT gestanden“, sagte Raue: „Wir bedanken uns bei unserer Heimatstadt Hannover.“ Dennoch sei der Streik schädlich gewesen, „so etwas ist schade, wenn die Welt auf Hannover blickt.“
Geradezu erleichtert war Verbandschef Kempf über den Erfolg des Messe-Mottos „Managing Trust“, um das im Vorfeld lange gerungen worden war – wegen des englischen Begriffs und des schwammigen Inhalts. „Das kann man nicht so wahnsinnig sexy zeigen“, sagte Kempf. Doch „Trust“ - Vertrauen – sei das dominierende Thema im Zeitalter digitaler Plattformen. Die Resonanz bei Ausstellern, Besuchern und Politikern auf das Motto sei riesig gewesen. Allein 130 politische Delegationen wurden auf der CeBIT gezählt, die Aussteller berichteten in einer Umfrage von mehr als sieben Millionen Geschäftsgesprächen, allein mehr als 700 CIOs, also IT-Chefs großer Unternehmen und Organisationen, seien auf die Messe gekommen.
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